Halbjahresbilanz

E.ON verdient deutlich mehr als erwartet

Die positive Ergebnisentwicklung des E.ON-Konzerns hat sich auch im zweiten Quartal 2005 fortgesetzt. Das Nettoergebnis erhöhte um sieben Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Analysten hatten einen Rückgang von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf knapp 2,6 Milliarden Euro erwartet.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Der Energiekonzern E.ON hat im ersten Halbjahr deutlich mehr umgesetzt und verdient als von Experten erwartet. Wie der Versorger heute in Düsseldorf mitteilte, erhöhte sich das Nettoergebnis um sieben Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Analysten hatten einen Rückgang von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf knapp 2,6 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit ebenfalls die Prognosen von Marktbeobachtern.

"Das erste Halbjahr 2005 war sehr erfolgreich für E.ON. Wir haben den Umbau zu einem lupenreinen Strom- und Gaskonzern nahezu abgeschlossen", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. Die Beteiligungen in den Niederlanden und Rumänien, aber auch Investitionen in einen Gasspeicher in Großbritannien und ein norwegisches Gasfeld verbesserten die Marktpositionen im Strom- und Gasgeschäft.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg den Angaben zufolge um sieben Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, blieb damit allerdings leicht hinter den Markterwartungen zurück. Gleichzeitig bekräftigte E.ON seinen Ausblick für das Gesamtjahr, wonach weiter mit einer deutlichen Erhöhung des Nettoergebnisses gerechnet wird. E.ON begründete dies mit den Verkäufen der Immobilientochter Viterra und der in der Mess- und Regeltechnik sowie im Industrieofenbau tätigen Ruhrgas Industries.

Seine hohen Rücklagen will der Konzern nutzen, um Pensionsrückstellungen in Höhe von bis zu 5,4 Milliarden Euro zu bilden. E.ON wolle kurzfristig mit der Umsetzung beginnen und den Prozess 2006 abschließen, erklärte das Unternehmen. Mit diesem Schritt werde die Transparenz der Bilanz erhöht und die Sicherheit der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter gestärkt.

Die im DAX notierte E.ON-Aktie notierte nach Vorlage des Zwischenberichts mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 76,84 Euro.

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