Ankündigung

E.ON-Unternehmen senken die Gaspreise

Der Energiekonzern E.ON will im kommenden Jahr die Gaspreise senken. Für viele Kunden geschehe dies bereits zum 1. Januar, teilte E.ON am Freitag in Düsseldorf mit. Grund für die Preissenkung sei insbesondere der inzwischen niedrigere Ölpreis, an den die Gaspreise gebunden sind.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - E.ON Ruhrgas senkt den Angaben zufolge zum Jahresanfang die Lieferpreise für Regionalversorger und Stadtwerke. Auch die Regionalversorgungsunternehmen des E.ON-Konzerns senkten 2007 die Gaspreise. Neben den zurückgegangenen Gasbezugskosten wirkten sich dabei auch niedrigere Netznutzungsentgelte aus. Die Zeitpunkte der Preissenkungen seien von den Bezugsverträgen mit den jeweiligen Vorlieferanten abhängig.

Wie der Konzern im einezelnen mitteilte, zahlen Privatkunden bei E.ON Mitte, E.ON edis, E.ON Bayern und E.ON Avacon ab dem Jahreswechsel niedrigere Nettopreise für ihr Erdgas. E.ON Hanse, E.ON Westfalen Weser und E.ON Thüringer Energie würden ihre Erdgaspreise später, aber "schnellstmöglich" senken.

Gaskunden von E.ON Bayern müssen ab Jahreswechsel etwas weniger bezahlen. Das Unternehmen senkt den Gaspreis pro Kilowattstunde um 0,25 Cent auf dann 4,85 Cent. Die Senkung bringe trotz Mehrwertsteuererhöhung für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt rund 40 Euro Ersparnis im Jahr, teilte das Unternehmen in Bayreuth mit.

Der Netto-Strompreis bleibt im Vergleich zu 2006 stabil. Die Last der höheren Mehrwertsteuer werde jedoch an die Kunden weitergegeben. Das Unternehmen schließt aber zugleich Strompreiserhöhungen im Jahr 2007 aus.

"Wir können unseren 110.000 Erdgaskunden über den Jahreswechsel hinaus für das 1. Quartal 2007 eine Nettopreisgarantie gewähren und sehen bei einem Anhalten der derzeitigen Entspannung auf dem Einkaufsmarkt danach sogar Möglichkeiten einer Preissenkung", sagte Bernhard Bloemer, Vorstandsvorsitzender der E.ON Thüringer Energie. Damit reiche das Unternehmen wie bereits bei den Netznutzungsentgelten auch Vorteile im Einkauf an ihre Kunden weiter. Eine Kompensierung der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel sei nicht möglich.

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