Beteiligungen

E.ON und Gazprom konkretisieren vertiefte Zusammenarbeit

Die Hannover Messe ist offensichtlich ein guter Platz für intensive Gespräche: Nachdem Wintershall und Gazprom gestern den Ausbau gemeinsamer Aktivitäten ankündigten, wird das russische Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit E.ON verstärken. So beteiligt sich E.ON mit 25 Prozent an einem westsibirischen Gasfeld.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Bei einem Treffen in Hannover haben Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, Burckhard Bergmann, Mitglied des Vorstands der E.ON AG und Aleksey Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, die im vergangenen Sommer vereinbarte Zusammenarbeit weiter konkretisiert. Danach kann E.ON eine Beteiligung von fast 25 Prozent am westsibirischen Gasfeld Yushno Russkoje übernehmen.

Im Gegenzug kann sich Gazprom wertentsprechend an Aktivitäten des E.ON-Konzerns im europäischen Gas- und Stromvertrieb beteiligen. Darüber hinaus setzen beide Unternehmen ihre Gespräche über das Projekt einer Gaspipeline durch die Ostsee und die Entwicklung gemeinsamer Vorhaben in der Stromwirtschaft fort. "Bei der Umsetzung des im vergangenen Sommer unterzeichneten MoU haben E.ON und Gazprom jetzt einen wichtigen Schritt erreicht. E.ON kann mit einer Beteiligung am Gasfeld Yushno Russkoje ihre Position in der Erdgasbeschaffung deutlich verbessern, während Gazprom ihre Stellung im europäischen Absatzmarkt stärken und diversifizieren kann", kommentierte E.ON-Chef Bernotat.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    E.ON steigt bei Gazprom-Gasfeld Jushno Russkoje ein

    Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich E.ON und der russische Konzern Gazprom doch noch über eine Zusammenarbeit beim sibirischen Gasfeld Jushno Russkoje verständigt. Wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten, wurde eine abschließende Einigung über einen Aktientausch erzielt.

  • Hochspannungsmasten

    E.ON bekräftigt Ergebnisziele für 2005 (aktualis.)

    In Essen fand heute die Hauptversammlung des Energiekonzerns E.ON statt. Die E.ON-Aktionäre sollen eine um 17,5 Prozent höhere Dividende von 2,35 Euro erhalten. Gleichzeitig kündigte E.ON-Chef Bernotat Investitionen in Höhe von 19 Milliarden Euro an. An den Gesprächen mit Gazprom hält er indes fest.

  • Stromnetz Ausbau

    Wintershall und Gazprom erschließen russisches Gasfeld

    Im Beisein des Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, und Bundeskanzler Gerhard Schröder unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden von Wintershall und Gazprom, Dr. Jürgen Hambrecht und Alexej Miller, heute in Hannover eine Grundsatzvereinbarung zum Ausbau gemeinsamer Aktivitäten.

Top