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E.ON-Tochter Powergen übernimmt britischen Stromverteiler Midlands

Da Großbritannien zu den strategischen Zielmärkten des Energiekonzerns E.ON zählt und der britische Stromversorger Midlands Electricity mit knapp 2,4 Millionen Netzanschlüssen zu den führenden Stromverteilungsunternehmen in der Region West Midlands gehört, hat E.ON das Unternehmen für 1,637 Milliarden Euro gekauft.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die E.ON-Tochter Powergen hat sich vertraglich mit den amerikanischen Energieunternehmen Aquila, Inc. und FirstEnergy Corp. über den Erwerb des britischen Stromversorgers Midlands Electricity geeinigt. Darüber hinaus wurde mit rund der Hälfte der Anleihegläubiger von Midlands eine Einigung über den Erwerb ihrer Anleihen durch Powergen erzielt. Der Kaufpreis für Midlands beträgt insgesamt 1,637 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Zahlungen von 51 Millionen Euro an die Eigentümer sowie eine Zahlung von 95,8 Prozent des Nominalwertes (abzüglich Beratergebühren) an die Anleihegläubiger.

Wie der Energiekonzern mitteilte, zählt Großbritannien zu den strategischen Zielmärkten von E.ON. Midlands Electricity sei mit knapp 2,4 Millionen Netzanschlüssen das führende Stromverteilungsunternehmen in der Region West Midlands. Durch den Erwerb verdoppele Powergen die Zahl ihrer Netzanschlüsse. Und auch wirtschaftlich sei der Erwerb von Midlands äußerst attraktiv: Aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Midlands zur Powergen-Tochter East Midlands Electricity ergäben sich erhebliche Synergiepotenziale. E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: "Die Akquisition von Midlands Electricity ist strategisch und wirtschaftlich äußerst attraktiv. E.ON stärkt damit nachhaltig ihre Position im Zielmarkt Großbritannien."

Voraussetzung für den Vollzug der Transaktion ist der erfolgreiche Abschluss des öffentlichen Übernahmeverfahrens an alle Anleihegläubiger. Powergen bietet einen Preis von 95,8 Prozent des Nominalwerts zuzüglich aufgelaufener Zinsen bis zum Abschluss der Transaktion. Darüber hinaus bedarf die Übernahme der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission und der Zustimmung durch die Kansas State Commission. Sie wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen.

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