Zusammenhängendes Gebiet

E.ON tauscht Beteiligungen in Tschechien

E.ON hat mit dem tschechischen Energieversorger CEZ einen Tausch von Beteiligungen vereinbart. Danach wird E.ON die CEZ-Anteile an den südtschechischen Regionalversorgern JME und JCE übernehmen und im Gegenzug ihre Minderheitsbeteiligungen an den Regionalversorgern ZCE und VCE abgeben. Die Transaktion bedarf noch der kartellrechtlichen Freigabe.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Mit dem Anteilstausch erhöht E.ON ihre bislang knapp 45-prozentige Beteiligung an JME auf eine Mehrheit von gut 80 Prozent. Bei JCE steigt die Beteiligung von knapp 14 auf 48 Prozent. Die beiden unmittelbar benachbarten Unternehmen versorgen 1,4 Mio Kunden mit jährlich etwa zwölf Milliarden Kilowattstunden Strom. Ihr Anteil am tschechischen Strommarkt beträgt knapp 24 Prozent.

In einem weiteren Schritt will E.ON den verbleibenden Aktionären beider Unternehmen ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten und damit auch eine Mehrheitsposition bei JCE anstreben. Neben dem Anteilstausch wurde eine Optionsvereinbarung abgeschlossen, nach der E.ON auch ihre Minderheitsbeteiligungen bei den Regionalversorgern SME (30,3 Prozent) und SCE (5,9 Prozent) an CEZ abgeben kann.

E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: "Die Vereinbarung mit CEZ ist ein entscheidender Schritt zum Aufbau einer führenden Position im Wachstumsmarkt Tschechien. Zusammen mit unseren Beteiligungen an Stromversorgern in der Slowakei und in Ungarn verfügen wir damit über ein zusammenhängendes Versorgungsgebiet in Zentraleuropa. Das eröffnet uns die Möglichkeit, grenzüberschreitend Synergiepotenziale zu erschließen."

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