Bilanz

E.ON: Strompreise werden sich 2004 weiter erhöhen

18,5 Milliarden Euro Umsatz hat der Energiekonzern E.ON Energie im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis stieg um 28 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden allerdings weitere Strompreiserhöhungen für 2004 angekündigt, das die Kosten durch "politisch auferlegte Sonderlasten" weiter stiegen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Münchner Energiekonzern E.ON Energie AG hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (15,5 Milliarden Euro) gesteigert. Das Betriebsergebnis legte um 884 Millionen Euro (28 Prozent) auf 2,9 Milliarden Euro zu. Laut E.ON-Energie-Chef Hans-Dieter Harig ist das ein Ergebnis "der strategischen Akquisitionen, der effizienten Unternehmensstruktur und des konsequenten Kostenmanagements". Dabei seien die Erlöse im Bereich Strom in Deutschland bei Haushaltskunden um 25 Prozent und bei Industriekunden um 15 Prozent seit 1998 zurückgegangen.

"Der Stromwettbewerb in Deutschland funktioniert. Die Preise für Industriekunden sind nach 1998 um bis zu 60 Prozent gesunken, für Tarifkunden um bis zu 30 Prozent. Das ist innerhalb der EU beispiellos", erläuterte Harig die aktuelle Situation. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, die Strompreise im kommenden Jahr weiter anzuheben. In den letzten drei Jahren hatte der Energieversorger die Preise für Privathaushalte durchschnittlich um acht Prozent erhöht, zuletzt zu Beginn des Jahres 2003. Harig machte dafür die "politisch auferlegten Sonderlasten" verantwortlich. Neben Mehrwert- und Öko-Steuer seien es auch die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz entstandenen Mehrkosten, die den Strompreis verteuern.

Harig sprach sich auch für einen transparenten und diskriminierungsfreien Netzzugang sowie eine effektive Missbrauchskontrolle aus. Allerdings würde die kartellrechtliche Verweigerung einer angemessenen Verzinsung eine Investitionszurückhaltung und Auftragsschwund nach sich ziehen. Langfristig müsse auch die Qualität der Versorgung leiden. Deshalb hält Harig an der Verbändevereinbarung fest: "Das deutsche System der kontrollierten Selbstregulierung basierend auf Verbändevereinbarung zwischen Netznutzern und Netzbetreibern ist ein flexibles und unbürokratisches Instrument."

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