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E.ON streicht 1800 Stellen - Vertrieb wird neu geordnet

E.ON streicht im Zuge der Neuordnung seiner Regionalversorger bis zu 1800 Stellen. Die Umstrukturierungen bei den Töchtern E.ON Avacon, E.ON Bayern, E.ON edis, E.ON Hanse, E.ON Mitte und E.ON Westfalen Weser beginnen am 1. September und sollen bis Ende 2012 abgeschlossen sein, wie die Konzerntochter E.ON Energie mitteilte.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Nur die E.ON-Regionalgesellschaft in Thüringen beteiligt sich nicht an der Neuaufstellung, hieß es. Mit der Neuaufstellung des Regionalgeschäfts will der Konzern seine Kosten um mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr senken. Zugleich reagiere er auf die hohen Kundenverluste bei den Regionalversorgern, die E.ON bisher über ihre Discount-Tochter "E wie einfach" habe wieder auffangen können. Die E.ON-Regionalversorger hatten zuletzt insgesamt über 600.000 Kunden verloren. "E wie einfach" hatte im Gegenzug seit der Gründung vor eineinhalb Jahren über 800 000 Kunden gewonnen.

E.ON Energie verwies zudem darauf, dass durch die geplanten Maßnahmen nicht zuletzt auch die Belastungen durch die Regulierung in Deutschland besser bewältigt werden sollen. Nach dem Umbau würden gemeinsame Aufgaben der Regionaltöchter in neuen Gesellschaften gebündelt und gleichzeitig das Netz- und Vertriebsgeschäft klar voneinander getrennt. Insgesamt werden von den derzeit über 60 Standorten der Regionaltöchter nur noch höchstens 20 bestehen bleiben.

Die Regionaltöchter sollen in Zukunft vor allem für Aufgaben rund um die regionalen Strom- und Gasnetze verantwortlich sein. Die Steuerung des Vertriebs in Deutschland und übergreifende Serviceaktivitäten wie beispielsweise Abrechnungen oder das Kundenkontakt-Management werden künftig in gemeinsamen Gesellschaften gebündelt.

Zum 1. September nehmen die E.ON Vertrieb Deutschland GmbH mit Sitz in München sowie die beiden übergreifenden Service-Gesellschaften E.ON Best Service GmbH in Hamburg und E.ON Service Plus GmbH in Landshut den Betrieb auf. Die Nähe zum Kunden bleibe aber auch in der neuen Struktur erhalten, hob E.ON Energie hervor. Denn die Regionalversorger gründeten ebenfalls zum September neue Vertriebsgesellschaften, die künftig den Verkauf von Strom und Gas verantworten.

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