E.ON steigert Umsatz

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Der E.ON-Konzern hat im Geschäftsjahr 2000 den Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 34 Prozent auf über 93 Milliarden Euro gesteigert. Das Konzern-Betriebsergebnis liegt mit 2,8 Milliarden Euro leicht über dem Rekordniveau des Vorjahres. "Trotz der Belastungen im Strombereich haben wir also ein beachtliches Ergebnis erzielt", freut sich Ulrich Hartmann, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG. Der Konzernüberschuss nach Steuern beträgt 3,7 Milliarden Euro und liegt damit 30 Prozent über dem des Vorjahrs.


"Gleich mit dem ersten Jahresabschluss beweist der E.ON-Konzern seine hohe Ertragskraft", erklärte Hartmann weiter. Vor diesem Hintergrund wird der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2000 um 10 Cent auf 1,35 Euro je Aktie vorgeschlagen. Dazu Hartmann: "Unsere Dividende erreicht damit einen historischen Höchstwert! Und in puncto Dividendenhöhe zählt E.ON zur Spitzengruppe der deutschen Unternehmen." Im laufenden Geschäftsjahr wird E.ON das Betriebsergebnis beträchtlich steigern, kündigte Hartmann an. Dabei rechnet der Strombereich mit einer leichten Verbesserung, weil sich die Strompreise insgesamt stabilisieren bzw. erholen, die Fusionssynergien greifen und weitere Kostensenkungen spürbar würden, erläuterte Finanzvorstand Erhard Schipporeit. Er wies darauf hin, dass E.ON durch die Veräußerung von Telekommunikationsbeteiligungen der früheren VIAG zu einer nahezu "goodwillfreien" Fusionsbilanz komme. Das zukünftige Ergebnisniveau erhöht sich dadurch gegenüber früheren Erwartungen um etwa 300 Millionen Euro.


Die Position in Europa soll systematisch ausgebaut werden, kündigte der Konzern an. Mit der Übernahme der Mehrheit bei Sydkraft will E.ON ein maßgeblicher Akteur auf dem interessanten skandinavischen Energiemarkt werden und gleichzeitig in Europa - hinter den Staatsunternehmen EdF und Enel - auf Platz drei vorrücken. "Unsere Ambitionen reichen aber über Europa hinaus. So steht der US-amerikanische Energiemarkt erst ganz am Anfang einer Konzentrationsphase. Mit unserem Liberalisierungs-know-how hätten wir dort einen klaren Wettbewerbsvorteil", prognostizierte Hartmann. Und weiter: "Wir engagieren uns aber nur dort, wo es zur Umsetzung unserer strategischen Ziele beiträgt und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll ist. Wachstum heißt für uns immer profitables Wachstum."


Hartmann begrüßte, dass der Europäische Rat den in der Kommission diskutierten Zwang zur Einführung nationaler Regulierungsbehörden in allen EU-Ländern nicht übernommen hat. "Es kann nicht in deutschem Interesse liegen, unsere pragmatischen Branchenlösungen in Bürokratie zu ersticken", betonte er abschließend.

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