Russischer Gaststreit mit Ukraine

E.ON Ruhrgas wappnet sich gegen Lieferstopp

Russlands Gasmonopolist Gasprom streitet sich mit der Ukraine weiterhin über die Erhöhung des Gaspreises und hat die Einstellung der Lieferungen in die Ukraine ab 1. Januar angekündigt. Da 80 Prozent der Exporte nach Westeuropa durch die Ukraine gehen, will sich E.ON Ruhrgas für den Ernstfall wappnen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der größte deutsche Gasimporteur, E.ON Ruhrgas, wappnet sich gegen einen möglichen Lieferstopp von russischem Gas als Folge des Streits zwischen Moskau und Kiew um höhere Gaspreise.

Nach Informationen der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) denkt die Führung von E.ON Ruhrgas im Falle eines Lieferstopps über höhere Bezüge aus Norwegen und den Niederlanden nach. Zudem seien die Speicher des Konzerns "gut gefüllt", hieß es in Unternehmenskreisen.

Der russische Gasriese Gazprom hatte der Ukraine gedroht, die Gaslieferungen einzustellen, falls die ehemalige Sowjet-Republik nicht bereit wäre, einen fünffach höheren Gaspreis zu bezahlen. Etwa 80 Prozent der russischen Gasexporte nach Westeuropa führen über die Ukraine. Die Verhandlungen zwischen beiden Ländern dauern an.

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