Erst 2003?

E.ON/Ruhrgas-Entscheidung verzögert sich weiter

E.ON und Ruhrgas müssen weiter warten: Die mündliche Verhandlung im Hauptverfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wird erst Ende November/Anfang Dezember stattfinden. Weitere Anhörungen könnten sogar erst 2003 nötig werden. Damit bleibt die umstrittene Fusion weiterhin offiziell auf Eis gelegt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Medienberichten zufolge könnte sich die Entscheidung über die Fusion von E.ON und Ruhrgas weiter verzögern. Gestern teilte ein Sprecher des zuständigen OLG Düsseldorf mit, dass die mündliche Verhandlung im Hauptverfahren frühestens Ende November stattfinden wird. Weitere Anhörungen könnten sogar erst 2003 nötig sein.

Damit müssen die Unternehmen weiterhin in der für sie unerfreulichen Situation verharren. Aufgrund von Verfahrensfehlern und wegen Beschwerden von vier Energieunternehmen hatte das OLG Düsseldorf den Zusammenschluss Anfang August vorläufig gestoppt. Zuvor hatten sich sowohl das Bundeskartellamt als auch die Monopolkommission des Bundestages gegen die Fusion ausgesprochen. Eine Ministererlaubnis vom 5. Juli hatte sich über die Entscheidungen hinweggesetzt und den Zusammenschluss erlaubt.

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