Einstieg in Solarthermik

E.ON nimmt am Projekt Desertec teil

E.ON will offenbar in Solarthermik-Technologie investieren. Dies habe ein Konzernmanager der "Wirtschaftswoche" bestätigt. Dies stehe offenbar mit dem Wüstenstrom-Projekt Desertec in Zusammenhang, an dem sich der Düsseldorfer Energiekonzern dem Bericht zufolge beteiligen will.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Bei Solarthermik werden durch Bündelung von Sonnenlicht hohe Temperaturen erzeugt, um Wasser zu erhitzen und mit dem Dampf Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben. Bislang habe sich E.ON bei Solarenergie nur in der Photovoltaik engagiert. Dabei wandeln Siliziumzellen Sonnenlicht direkt in Strom um.

Wie das Magazin weiter berichtet, steht der Einstieg in die Solarthermik unmittelbar mit dem Wüstenstrom-Projekt Desertec in Zusammenhang. Dabei wollten führende deutsche Konzerne in Nordafrika Solarkraftwerke im Wert von bis zu 400 Milliarden Euro bauen, um Europa mit Strom zu versorgen.

Dem Konsortium gehörten neben dem Energiekonzern RWE, die Münchener Rück, die Deutsche Bank, der Technologiekonzern Siemens sowie E.ON an. Am 13. Juli wollen sich die Mitglieder zu ihrer konstituierenden Sitzung treffen. Laut dem Magazin zählen auch der Essener Anlagenbauer Ferrostaal, ABB Deutschland, das Stuttgarter Unternehmer M+W Zander sowie Solar Millennium dazu.

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