Teil- Baustopp

E.ON macht Kraftwerk Datteln winterfest

Das umstrittene E.ON-Kohlekraftwerk in Datteln soll nun winterfest gemacht werden. Dies entschied die Bezirksregierung Münster und entsprach damit einem Wunsch des Energiekonzerns. Nach dem teilweisen Baustopp für das Kraftwerk und den ausstehenden Klagen in dem Fall verfüge das Projekt derzeit "über keine gesicherte Grundlage mehr".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster/Datteln (ddp.djn/red) – Bis Ende Oktober soll die Baustelle nun einen Schutz vor dem Winter erhalten. Über diese Sicherungen hinaus darf E.ON gegenwärtig nur solche Baumaßnahmen ausführen, die Gegenstand der zweiten und dritten Teilgenehmigung sind.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte am 3. September den Bebauungsplan für das E.ON-Projekt aufgehoben. Als Grund führte das OVG unter anderem an, dass die Stadt Vorgaben zum Naturschutz und zum Schutz der Bevölkerung nicht ausreichend beachtet habe. Die Anlage liege zu nahe an Wohngebieten. Damit wurde der Klage eines Landwirts aus Waltrop stattgegeben. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Teilgenehmigungen für Kohlekraftwerk Datteln gekippt

Als Folge hatten Kraftwerksgegner anschließend einige der Teilgenehmigungen für das Bauprojekt gekippt und erreicht, dass die Bezirksregierung zunächst keine weiteren Teilgenehmigungen erteilt. Zudem beantragten die Kraftwerksgegner, weitere Teilgenehmigungen auszusetzen. Darüber werde die Bezirksregierung "kurzfristig entschieden", hieß es.

E.ON kündigte an, gegen die Nicht-Zulassung der Revision Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen zu wollen. Auch die Stadt Datteln erklärte, gegen das Urteil des OVG vorzugehen und ebenfalls eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen.

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