Für Netzerhalt und -ausbau

E.ON legt Investitionsprogramm in Milliardenhöhe auf

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON legt für die nächsten drei Jahre ein Investitionsprogramm in Milliardenhöhe zur Modernisierung sowie zum Neubau von Kraftwerken und Netzen auf. Er werde in diesem Zeitraum 18,6 Milliarden Euro investieren, teilte der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Allein in den Netzerhalt und -ausbau in Deutschland würden rund 2,8 Milliarden Euro investiert. Ein Schwerpunkt dabei sei der Ausbau der Stromnetze zum Anschluss von Windenergieanlagen. Außerdem will E.ON ein neues 1100-Megawatt-Steinkohlekraftwerk im nordrhein-westfälischen Datteln sowie zwei Gas- und Dampfkraftwerksblöcke im bayerischen Irsching bauen.

Von den gesamten Investitionen seien 16,3 Milliarden Euro und damit fast 90 Prozent für Sachanlagen vorgesehen, hieß es weiter. 1,2 Milliarden Euro würden in erneuerbare Energien fließen. Der Aufsichtsrat hatte diese Planzahlen für 2006 bis 2008 am Vorabend beschlossen.

E.ON verwies zugleich darauf, dass es auf Grund der "starken Finanzlage" des Konzerns über die vorgesehenen Sach- und Finanzanlagen hinaus noch Spielraum für weitere Wachstumsschritte gebe. Wie hoch dieser Spielraum ist, teilte das Unternehmen nicht mit. Für den Erwerb von Beteiligungen - insbesondere in Osteuropa und in der Gasförderung - hat E.ON in seinem Drei-Jahres-Plan rund 2,3 Milliarden Euro angesetzt.

Den größten Anteil an den Gesamtinvestitionen kann die Tochter E.ON Energie verplanen. Die für das zentraleuropäische Geschäft für 2006 bis 2008 vorgesehenen Ausgaben von rund 7,4 Milliarden Euro übertreffen die im Vorjahr veröffentlichte Investitionssumme von 6,8 Milliarden Euro. In den kommenden drei Jahren sind bei E.ON Energie 6,6 Milliarden Euro für Sachanlagen vorgesehen. Auf die Stromerzeugung entfallen davon 2,6 Milliarden Euro.

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