Konzentration aufs Kerngeschäft

E.ON-Hauptversammlung: Weitere Beteiligungen stehen zum Verkauf

Gestern fand in Essen die Hauptversammlung des Energieriesen E.ON statt. Die Aktionäre zeigten sich zufrieden, Vorstandschef Bernotat bekräftigte die Konzentration auf das Kerngeschäft auch in diesem Jahr. Aus diesem Grund soll der Verkauf von Degussa, Viterra und Ruhrgas Industrie bis 2006 abgeschlossen sein.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (red) - Ruhrgas Industries, Degussa und Viterra - die Beteiligung daran hat Wulf Bernotat, Vorstandschef des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns E.ON gestern auf der Hauptversammlung in Essen erneut feilgeboten. Um sich auf das Kerngeschäfts konzentrieren zu können, will sich E.ON vom Industriegeschäft, aus der Chemiesparte und der Immobilienbranche zurückziehen.

Gleichzeitig kündigte Bernotat jedoch an, den Anteil am italienischen Gasverteilergeschäft auf zehn Prozent verdoppeln zu wollen, auch der Einstieg in Gasimport und Stromerzeugung soll in diesem Markt zügig umgesetzt werden. Weitere Expansionsmöglichkeiten würden zudem in Russland, Bulgarien und der Slowakei geprüft. Eine Aufstockung des E.ON-Anteils am russischen Gasproduzenten Gazprom sei jedoch nicht geplant.

Die Integration soll auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Interesses stehen, zum Ausbau der Marktposition kämen nur gezielte Akquisitionen in Frage, sagte Bernotat. Er will den Gewinn vor Steuern gegenüber 2003 (6,2 Milliarden Euro) weiter steigern.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsmasten

    E.ON beteiligt sich an Pipeline-Projekt

    E.ON Ruhrgas beteidigt sich nun neben Statoil und ELG an der Trans Adriatic Pipeline. Diese soll Erdgas über Griechenland bis nach Westeuropa leiten und damit die Energieversorgung für Europa sichern.

  • Hochspannungsmasten

    E.ON bekräftigt Ergebnisziele für 2005 (aktualis.)

    In Essen fand heute die Hauptversammlung des Energiekonzerns E.ON statt. Die E.ON-Aktionäre sollen eine um 17,5 Prozent höhere Dividende von 2,35 Euro erhalten. Gleichzeitig kündigte E.ON-Chef Bernotat Investitionen in Höhe von 19 Milliarden Euro an. An den Gesprächen mit Gazprom hält er indes fest.

Top