Geschäftsbericht

E.ON Hanse: Fusion erfolgreich und zügig umgesetzt

Die E.ON Hanse AG hat die im September 2003 vollzogene Fusion gut überstanden. Die Umsatzerlöse stiegen um 210 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro, insbesondere durch den erhöhten Absatz im Gasbereich. Der Stromabsatz lag mit über 12.000 Gigawattstunden auf Vorjahresniveau.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Die E.ON Hanse AG, entstanden aus dem Zusammenschluss der drei norddeutschen Energieversorger Schleswag, Hein Gas und Hanse Gas, arbeitet seit ihrem Start am 1. September 2003 erfolgreich. "Wir haben eine erfolgreiche und zügige Fusion, die in der Branche ihresgleichen sucht, hinter uns und einen sehr guten Start hingelegt", sagte der Vorstandsvorsitzende der E.ON Hanse AG, Hans-Jakob Tiessen, bei der Vorstellung des Jahresabschlusses des Unternehmens in Hamburg.

"Wir konnten im vergangenen Jahr an die guten Ergebnisse der Vorjahre anschließen", erläuterte Tiessen. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2003 betrug 194 Millionen Euro. Es sei durch rund 68 Millionen Euro fusionsbedingter Einmalaufwendungen, die unter anderem in die Neuaufstellung des Unternehmens mit seinen zahlreichen Standorten, die Harmonisierung unterschiedlicher DV-Systeme, aber auch in Mitarbeiter orientierte Aufwendungen geflossen sind, beeinflusst worden.

Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2003 um 210 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro (plus 9,5 Prozent). Die kühle Witterung sorgte für einen höheren Absatz vor allem im Gasbereich, in dem der Umsatz 1,3 Milliarden Euro erreichte. Etwas geringer fiel der Umsatz mit 1,0 Milliarden Euro im Strombereich aus. Der Bereich Wärme und die sonstigen Erlöse trugen mit 0,1 Milliarden Euro zum Umsatz bei.

Der Stromabsatz lag mit 12.196 Gigawattstunden auf Vorjahresniveau erreicht. Wurden im Jahr 1999 noch knapp 800 Megawatt in das Netz der damaligen Schleswag aus Windkraftanlagen eingespeist, so waren es im vergangenen Jahr bereits knapp 1900 Megawatt. Bis zum Jahr 2006 sei mit einer installierten Leistung von fast 2500 Megawatt zu rechnen. Der Bau weiterer Hochspannungstrassen, sei daher dringend notwendig.

"Unser Jahresabschluss unterstreicht die solide finanzielle Basis, auf der das neue Unternehmen steht", freute sich auch Vorstandsmitglied Dirk Rüggen. "Das Unternehmen ist durch die Fusion für den nationalen und internationalen Wettbewerb gut aufgestellt und kann mit Zuversicht in die Zukunft blicken", ergänzte Vorstandschef Tiessen.

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