Projekt wird fortgesetzt

E.ON hält an Bau von süddeutscher Erdgasleitung fest

Trotz des Ausstiegs des Kasseler Gasversorgers Wingas will E.ON an der Realisierung der geplanten Süddeutschen Erdgasleitung (SEL) festhalten. Baden-Württembergs Wirtschaftsministers Ernst Pfister (FDP) sagte, E.ON habe ihm versichert, dass man entschlossen sei, das Projekt weiterzuführen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-hes/sm) - Die rund 600 Millionen Euro teure Erdgasleitung soll 500 Kilometer lang werden. In der Pipeline soll von Burghausen an der deutsch-österreichischen Grenze bis nach Lampertheim in Hessen Erdgas aus Russland transportiert werden. Nach dem Wingas-Ausstieg war zunächst davon ausgegangen worden, dass das Projekt damit geplatzt ist.

Zur Begründung hatte der Kasseler Fernleitungsnetzbetreiber im November auf "zunehmend unklare Rahmenbedingungen für den Betrieb und Ausbau von Fernleitungsnetzen in Deutschland" verwiesen. Wegen der staatlichen Preisregulierung sei ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich.

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