E.ON-Gruppe erwirbt Internet-Handelsplattform Mercateo.com

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Der aus der Fusion von VEBA und VIAG entstandene Stromversorger E.ON Energie hat eine Beteiligung in Höhe von 75,27 Prozent an dem Münchner Start-up Unternehmen Mercateo.com AG gekauft. Damit will sich die Gruppe um E.ON (Avacon, EAM, e.dis Energie Nord, EWE, PESAG und SCHLESWAG ) einen neuen Vertriebsweg für Strom eröffnen. Zudem sind die Energieversorgung Oberfranken, die Isar-Amper-Werke, OBAG und das Überlandwerk Unterfranken über E.ON Energie an der Plattform beteiligt. Die Unternehmen kauften die Anteile vom bisherigen Investor, der XL Venture GmbH, Wiesbaden.


Mercateo.com ist eine Internetplattform speziell für den Mittelstand und bietet den Online-Einkauf beispielsweise von Büromaterial, Hard- und Software oder Dienstleistungen. Es gibt zudem die Möglichkeit des "Poolbuying". Hierbei können kleinere Firmen ihre Bestellungen bündeln und somit Vergünstigungen erzielen. Der E.ON-Chef Hans-Dieter Haring freute sich, mit Mercateo dem Kunden weiteren Mehrwert bieten zu können. "Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir neue Medien nutzen, um Transaktionskosten zu senken. Nicht der einzelne Vertriebskanal oder das einzelne Produkt, sondern komplette Problemlösungen sollen den Kunden reizen, mit uns weiterzumachen oder neu zu uns zu kommen.", so Harig weiter. Er geht davon aus, dass damit die Kundenbindung gestärkt werden kann. Bisher verzeichnet E.ON etwa 6 Prozent der Vertragsanfragen über das Internet.


Mit Mercateo.com erhielten die etwa 100 000 mittelständischen E.ON-Kunden den Zugang zur Internet-Handelsplattform. Bislang nutzen etwa 25 000 registrierte Kunden das Angebot, online und damit kostengünstig ihre Beschaffung zu optimieren. Die zunehmende Digitalisierung und damit Vereinfachung der internen und externen Geschäftsprozesse ist auch erklärtes Ziel von E.ON Energie und ihren Partnern. E-Commerce soll dabei eine zentrale Säule der Vertriebsstrategie werden. E.ON Energie verspricht sich dadurch eine deutliche Kostenreduktion in allen Geschäftsprozessen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, plant das Unternehmen in den kommenden Jahren für kundenorientierte IT-Systeme Investitionen von 275 Millionen DM jährlich. Bei den IT-Dienstleistern soll die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 850 deutlich aufgestockt werden.

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