Konzentration

E.ON gibt Veba-Oel-Mehrheit ab

Im Zuge der Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie gibt E.ON 51 Prozent an Veba Oel im Zuge einer Kapitalerhöhung an BP ab.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

E.ON setzt die Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie konsequent fort: Anfang Februar 2002 übernimmt BP – wie im Sommer 2001 vereinbart - im Wege einer Kapitalerhöhung 51 Prozent an Veba Oel. Damit können Veba Oel und Aral zügig die zukunftssichernde Partnerschaft mit BP realisieren. Im Zuge der Kapitalerhöhung erhält E.ON von BP etwa 1,9 Milliarden Euro Gesellschafterdarlehen zurück.

Ab April 2002 kann E.ON eine Put-Option zur Abgabe der verbleibenden 49 Prozent Veba Oel an BP ausüben. Hierfür wurde im vergangenen Sommer ein Preis von 2,8 Milliarden Euro zuzüglich Kaufpreisanpassungen vereinbart. Diese Anpassungen kommen jetzt zum Tragen: Veba Oel hat in Abstimmung mit BP ihre Explorations- und Förderaktivitäten (Upstream-Geschäft) vollständig an Petro-Canada veräußert. Der Kaufpreis beträgt insgesamt nahezu 2,4 Milliarden Euro und liegt deutlich über den ursprünglichen Erwartungen. Bei einer Ausübung der Put-Option durch E.ON erhöht sich der Erlös aus der Abgabe von Veba Oel um 500 Millionen Euro auf insgesamt fast 3,3 Milliarden Euro.

BP hatte bereits angekündigt, die nicht zu ihrem eigenen Portfolio passenden Upstream-Aktivitäten von Veba Oel abzugeben. Mit Petro-Canada wurde jetzt ein Käufer gefunden, der einen für BP und E.ON attraktiven Preis zahlt und gleichzeitig dem Upstream-Bereich von Veba Oel gute Zukunftsperspektiven bietet. Das in Kanada führende Öl- und Gas-Unternehmen will die Upstream-Aktivitäten von Veba Oel als Ganzes weiterführen.

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