Themsemündung

E.ON gibt Anteil am größten geplanten Offshore-Windpark ab

E.ON hat einen Teil seiner Beteiligung am größten geplanten Offshore-Windpark verkauft. Der im DAX notierte Versorger kündigte heute an, bei dem London Array Windpark künftig mit Masdar, der Initiative des Emirats Abu Dhabi zur Entwicklung Erneuerbarer Energien, zu kooperieren.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp.djn/sm) - Noch halten E.ON und das dänische Energieunternehmen Dong Energy jeweils die Hälfte an London Array. Masdar übernehme rund 40 Prozent des E.ON-Anteils und sei damit zu 20 Prozent am Gesamtprojekt, hieß es.

E.ON-Chef Wulf Bernotat sagte, London Array sei ein bedeutendes Projekt. "Wir freuen uns, dass wir mit Masdar einen starken Partner gewonnen haben, der mit uns bei der Umsetzung dieses anspruchsvollen Vorhabens sowie bei weiteren künftigen Projekten im Bereich erneuerbarer Energien zusammenarbeitet." London Array sei Teil der Strategie, den Anteil Erneuerbarer Energien bei E.ON massiv auszubauen. "Allein bis 2010 werden wir dafür rund 6 Milliarden Euro investieren", ergänzte der E.ON-Chef.

Der britische Offshore-Park soll in der äußeren Themsemündung etwa 15 Kilometer vor der Küste von Kent und Essex entstehen. Mehr als 270 Windturbinen sollen hier installiert werden. Die Unternehmen wollen dabei von der hohen Windgeschwindigkeit, der geringen Wassertiefe und der günstigen Bodenbeschaffenheit des Standorts profitieren. Die erste Projektphase soll bis 2012 abgeschlossen werden. Nach der zweiten Phase soll die Kapazität bei 1000 Megawatt liegen.

E.ON und Dong Energy hatten erst im Juli den Shell-Anteil an London Array übernommen.

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