Jahresprognose bekräftigt

E.ON-Gewinn geht im ersten Halbjahr zurück (Upd.)

E.ON hat in der ersten Hälfte dieses Jahres deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Wie der Düsseldorfer Konzern heute mitteilte, fiel der Überschuss von 4,3 Milliarden auf 3,1 Milliarden Euro. Umsatz und operatives Ergebnis legten dagegen zu.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die Erlöse kletterten parallel zu Absatzsteigerungen bei Strom und Gas von 35,6 Milliarden auf 41,2 Milliarden Euro, und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg von knapp 7 auf 7,4 Milliarden Euro.

Der DAX-Konzern verwies darauf, dass ein deutlich schärferer Wettbewerb auf den europäischen Strom- und Gasmärkten sowie die weltweit weiter sehr hohen Rohstoff- und Energiepreise die Halbjahresbilanz geprägt hätten. Der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat sprach von einem "guten Halbjahresergebnis", das zeige, dass E.ON in einem harten Wettbewerb richtig positioniert sei.

Wie der Energieversorger mitteilte, stieg das operative Ergebnis im zentraleuropäischen Stromgeschäft trotz der Belastungen aus dem Stillstand der Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel um sieben Prozent. Die Gassparte habe um drei und das Skandinavien-Geschäft um neun Prozent zugelegt. Einen Rückgang um 15 Prozent verbuchte E.ON dagegen in den USA. In Großbritannien musste E.ON sogar ein um 24 Prozent niedrigeres Ergebnis aufgrund von Wechselkurseffekten sowie niedrigeren Margen im Endkundengeschäft hinnehmen. Positiv entwickelte sich dagegen das neue Energie-Handelsgeschäft, das einen Beitrag zum Halbjahres-Ebit von 99 Millionen Euro lieferte.

E.ON bekräftigte bei der Vorlage des Zwischenberichts den Ausblick für das Ebit im Gesamtjahr, erhöhte aber die Prognose für den bereinigten Konzernüberschuss. Beide Kennziffern sollen 2008 um fünf bis zehn Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Beim Überschuss hatte E.ON bislang lediglich eine leichte Verbesserung angekündigt.

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