Schrittweise Auktionierung

E.ON fordert weltweit einheitlichen Emissionshandel

E.ON-Chef Wulf Bernotat hat sich für einen weltweit einheitlichen CO2-Handel ausgesprochen. Darin sollen neben Energie- und Industriebetrieben auch Verkehr, Landwirtschaft und Bauwirtschaft eingebunden werden, wie der Energiemanager gegenüber der Zeitung "Die Welt" sagte.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Ein weltweit einheitlicher CO2-Handel mit einer einheitlichen CO2-Preisbildung ist für E.ON das wirksamste und marktorientierteste Instrument für einen effektiven Klimaschutz. Voraussetzungen dafür seien klare Emissionsobergrenzen, ein gemeinsames CO2-Handelssystem sowie eine schrittweise Auktionierung von CO2-Zertifikaten für alle Industrie- und Schwellenländer sowie alle wichtigen Treibhausgas-emittierenden Industriesektoren.

"Eine global einheitliche CO2-Preisbildung ermöglicht es, effiziente Technologien zur Reduzierung von CO2-Emissionen dort einzusetzen, wo sie dem Klima am meisten nutzen", so Bernotat.

In den Erwartungen an ein Kopenhagener Klimaschutzabkommen, die E.ON im Rahmen seiner neuen Berichterstattung zur Gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) aktuell veröffentlicht, wird deshalb vor allem die Notwendigkeit tragfähiger und einheitlicher internationaler Spielregeln betont. Nur durch eine globale Regelung lasse sich eine Verlagerung von CO2-intensiver Produktion auf Länder ohne CO2-Begrenzungen vorbeugen.

E.ON selbst hat sich eigenen Angaben zufolge sich das Ziel gesetzt, die spezifischen CO2-Emissionen seiner eigenen Erzeugung bis zum Jahr 2030 um die Hälfte auf 0,36 t CO2/MWh gegenüber 1990 zu reduzieren.

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