"Russland zuverlässig"

E.ON: Energieversorgung trotz Kaukasus-Konflikts gesichert

E.ON sieht die deutsche Energieversorgung trotz des Kaukasus-Konflikts zwischen Russland und Georgien gewährleistet. "Deutschland bezieht beim Gas 35 Prozent aus Russland. Russland liefert seit 30 Jahren zuverlässig und wird das auch künftig tun", meint E.ON-Chef Wulf Bernotat.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Der Kaukasus-Konflikt stellt keine Bedrohung der Versorgung dar", sagte Bernotat der "Bild"-Zeitung. Er sei aber grundsätzlich dafür, viele verschiedene Bezugsquellen zu haben. E.ON beziehe Gas aus sechs Ländern und suche weitere Quellen, sagte Bernotat.

Die britische Zeitung "Daily Telegraph" hatte am Freitag gemeldet, in Moskau zirkulierten Berichte, wonach die Ölgesellschaften vom Kreml die Anweisung erhalten hätten, eine Kürzung der Lieferungen an Deutschland und Polen durch die Pipeline "Druschba" vorzubereiten.

Weiter hieß es in dem Zeitungsbericht unter Berufung auf führende Branchenvertreter, die Lukoil-Mitarbeiter sollten darauf vorbereitet sein, die Öllieferungen möglicherweise bereits am Montag zu stoppen. Ein Sprecher des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin hatte daraufhin in Moskau gesagt, sein Land werde die mit dem Ausland vereinbarten Lieferverträge erfüllen.

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