Absprachen mit GdF

E.ON droht drastische Geldbuße der EU-Kommission

Dem Düsseldorfer Energieversorger E.ON droht nach Medienangaben eine drastische Strafe der EU-Wettbewerbshüter. Grund seien angebliche Absprachen über Marktgebiete mit der französischen Gaz de France, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Das hätten Mitglieder der Kommission Managern des Konzerns bei Gesprächen in Brüssel angekündigt, so "Der Spiegel". Konkret geht es um den Vorwurf, dass der Konzern sich beim Bau einer Pipeline mit dem französischen Gasversorger Gaz de France über Marktgebiete abgesprochen haben soll. Wie hoch die mögliche Strafe ausfallen wird, ist offen.

Theoretisch könnte die Wettbewerbskommission laut dem Nachrichtenmagazin bis zu zehn Prozent des E.ON-Umsatzes als Strafe verhängen. Allerdings sei der Fall rechtlich kompliziert. Die zugrunde liegenden Verträge reichten teilweise bis in die siebziger Jahre zurück. Einen freien EU-Energiemarkt gab es damals noch nicht.

E.ON will laut «Spiegel» juristisch gegen eine mögliche Geldbuße vorgehen. "Wir werden klagen, notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof", hieß es.

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