Heutiger Schwerpunkt

E.ON-Chef räumt Versäumniss bei erneuerbaren Energien ein

E.ON-Chef Wulf Bernotat hat Versäumnisse seines Konzerns bei den erneuerbaren Energien eingeräumt, sieht sie heute aber als industriellen Schwerpunkt. Der Übergang zu neuen Technologien muss organisiert werden, so der Manager, damit Energie auch in den nächsten Jahren bezahlbar bleibt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - "Es mag ja richtig sein, dass große Energieunternehmen wie E.ON hier keine Vorreiter waren", schreibt Bernotat in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel. Inzwischen setze der Energiekonzern aber auf den industriellen Ausbau der erneuerbaren Energien und anderer neuer Technologien.

Noch seien Atomkraft und Kohle aber für die Grundlastversorgung unverzichtbar, da die neuen intelligenten Netz- und Speicherkonzepten "noch ein gutes Stück" von der Marktreife entfernt seien. "Aufgabe der nächsten Jahrzehnte ist es, die notwendige Übergangsphase so zu organisieren, dass Energie verlässlich und bezahlbar bleibt. Beim Umbau der Energieversorgung sollten wir deshalb neue Strukturen nicht auf den Trümmern, sondern auf dem Fundament der alten aufbauen", schreibt Bernotat.

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