Strompreise

E.on-Chef fordert Strom-Zuschüsse für Geringverdiener

In Anbetracht der stetig steigenden Preise für Strom hat sich der Chef des Energieriesen E.on für Zuschüsse an Stromkunden eingesetzt. Diese sollen jedoch nur an Geringverdiener gehen. E.on weist überdies Vorwürfe zurück, die Unternehmen hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren über Gebühr angehoben.

Stromnetz© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (AFP/red)- Angesichts steigender Strompreise hat der Chef des Energieversorgers Eon, Johannes Teyssen, staatliche Zuschüsse für Geringverdiener ins Gespräch gebracht. "Die Energiewende darf Strom nicht zum Luxusgut, zum Spaltgraben der Gesellschaft machen. Wird der Energieumbau zu teuer, dann muss das Sozialsystem einspringen und die Mehrbelastung für einkommensschwache Haushalte abfedern", sagte Teyssen der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. Er mahnte zugleich, Bürger und Unternehmen müssten "viel bewusster mit Energie umgehen".

E.on-Chef rechtfertigt Preissteigerungen

Der E.on-Chef wies den Vorwurf zurück, die Versorger hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben. "Die Preise sind in den letzten Jahren nicht übermäßig stark gestiegen", sagte Teyssen. Zugelegt habe vor allem der Staatsanteil, der inzwischen bei rund 45 Prozent liege. Das habe auch mit der Tatsache zu tun, dass vieles über den Strompreis geregelt werde. "Unter anderem finanziert die Ökosteuer die Renten mit."

Er glaube aber, dass die Menschen für vieles auch Verständnis hätten, sagte Teyssen weiter: "Zum Beispiel, dass die erneuerbaren Energien nicht umsonst den Weg in den Markt finden, sondern auch über den Strompreis finanziert werden müssen."

Stromanbieterwechsel für Geringverdiener nicht immer einfach

Angesichts der häufigen Preiserhöhungen ist es ratsam, die Preise verschiedener Stromanbieter miteinander zu vergleichen. Mit dem Stromtarifrechner kann schnell festgestellt werden, ob sich der Wechsel des Stromversorgers lohnt. Der Anbieterwechsel ist einfach und risikolos - die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert. Problematisch für Geringverdiener ist jedoch, dass gerade ihnen nicht selten aufgrund ihrer geringeren Bonität ein Wechsel erschwert wird.

Quelle: AFP

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