Kommentar

E.ON-Chef: Energiesparen ist die Energiequelle der Zukunft

E.ON-Chef Wulf Bernotat sieht Energiesparen als "wichtigste Energiequelle der Zukunft". Der Konzernchef kritisierte außerdem, dass in der Klimadebatte die Themen Preise und Versorgungssicherheit weitgehend ignoriert würden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (AFP/sm) - Außerdem erwarte er, dass erneuerbare Energien "Schritt für Schritt eine immer größere Rolle übernehmen", schrieb der E.ON-Chef in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" von Donnerstag.

Bernotat forderte zugleich, neben dem Klimaschutz und dem Preis für Energie die Versorgungssicherheit wieder gleichberechtigt zu berücksichtigen. Der aktuelle Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine habe die Bedeutung der Versorgungssicherheit wieder bewusst gemacht, hob er hervor. Dafür seien allerdings Milliardeninvestitionen notwendig, zum Beispiel in neue Leitungen oder Anlagen zum Bezug von Flüssiggas.

Wenn man auf eine CO2-freie Stromerzeugung durch Kernenergie verzichte, diese Lücke noch nicht vollständig durch erneuerbare Energien schließen könne, aber auch keine Kohlekraftwerke bauen wolle, dann bliebe nur die verstärkte Verstromung von Gas, so Bernotat. Gaskraftwerke aber sind bisher für die Spitzenlast zuständig - und das sollte dem Manager zufolge auch so bleiben. Denn Gas in der Grundlast würde den Energieträger und damit sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung verteuern.

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