Mit Gazprom und BASF

E.ON: Beteiligung an Ostsee-Gaspipeline

Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge, wird sich der deutsche Energiekonzern E.ON am Bau einer Ostsee-Pipeline beteiligen. Durch die Pipeline sollen zu Beginn des nächsten Jahrzehnts jährlich mindestens 25 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland nach Westeuropa fließen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Am 8. September wollen die Vorstandschefs der drei Konzerne Gazprom, BASF und E.ON ein Abkommen zum Bau einer Gaspipeline durch die Ostsee unterschreiben, berichtete das "Handelsblatt". Die Vereinbarung soll am Rande des Treffens von Bundeskanzler Schröder mit Russlands Präsidenten Putin geschlossen werden, Energie steht offensichtlich im Mittelpunkt des Gipfeltreffens.

Wie das "Handelsblatt" aus Unternehmenskreisen erfahren hat, soll bereits in den kommenden Monaten eine Gesellschaft für Bau und Betrieb des Pipelineabschnitts durch die Ostsee ("Offshore") gegründet werden. Daran soll Gazprom einen Anteil von 51 Prozent halten, E.ON und BASF den Rest zu gleichen Teilen. Geplant seien Investitionen von bis zu 4,5 Milliarden Euro.

Die Fertigstellung der Pipeline, die Russland einen neuen Weg bieten soll, Gas nach Europa zu leiten, ist für Anfang des nächsten Jahrzehnts anvisiert. 25 Milliarden Kubikmeter Gas sollen dann jährlich nach Westeuropa gepumpt werden, dafür wären die bisherigen Transportwege über Land nicht mehr ausreichend. Auf den Bau einer alternativen Trasse durch die Ukraine wollen sich die Unternehmen nicht verlassen.

Laut "Handelsblatt" haben die Partner bereits umfangreiche Vorarbeiten, etwa die Untersuchung des Meeresbodens, geleistet. Als Startpunkt sei der russische Ort Wyborg, als Endpunkt das ostdeutsche Greifswald festgelegt worden. Nicht fest stehe, ob ein oder zwei Stränge verlegt werden, was offensichtlich von weiteren Beteiligungen abhängt.

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