Pipeline

E.ON beteiligt sich an Pipeline-Projekt

E.ON Ruhrgas beteidigt sich nun neben Statoil und ELG an der Trans Adriatic Pipeline. Diese soll Erdgas über Griechenland bis nach Westeuropa leiten und damit die Energieversorgung für Europa sichern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/red) - Die E.ON-Gastochter in Essen, E.ON Ruhrgas, wird mit 15 Prozent neuer Partner bei der Trans Adriatic Pipeline (TAP). Die beiden bisherigen TAP-Eigentümer, das norwegische Energieunternehmen Statoil und das Energiehandelsunternehmen EGL mit Hauptsitz in der Schweiz, werden ihre Anteile dementsprechend auf jeweils 42,5 Prozent reduzieren. Der Einstieg für weitere Partner bleibt jedoch noch offen.

Pipeline über Griechenland nach Westeuropa

Die 520 Kilometer lange Pipeline soll Erdgas über Griechenland und Albanien durch das Adriatische Meer in die süditalienische Region Puglia und weiter nach Westeuropa führen. Die Transportkapazität der Pipeline ist für 10 Milliarden bis 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr ausgelegt. Das Pipeline Projekt ist derzeit in der Planung und sieht zudem die Entwicklung eines Erdgasspeichers in Albanien vor, um die Liefersicherheit auch bei Engpässen zu gewährleisten. Ziel der TAP ist die Erhöhung der Energieversorgungssicherheit und eine Steigerung der Vielseitigkeit des Erdgas-Beschaffungsportfolios für die europäischen Energiemärkte. TAP soll den sogenannten "Southern Gas Corridor" nach Europa öffnen und damit das Kaspische Meer und den Nahen Osten für die Erdgasbeschaffung zugänglich machen.

Konkurrenz aus Russland

Als Konkurrenzprojekt hat Russland die "South-Stream-Pipeline" auf den Weg gebracht. Bei South Stream arbeitet die russische Gazprom mit der italienischen Eni zusammen. Die Pipeline soll von Beregovaya an der östlichen Schwarzmeerküste durch das Schwarze Meer bis nach Bulgarien und von dort aus sowohl nach Österreich als auch nach Griechenland und Italien führen.

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