Mit Vorsicht

E.ON bekundet Interesse an Gasaktivitäten von Yukos

Um die Steuerschulden des Konzerns zu begleichen, will die russische Regierung offensichtlich im Dezember das Kernstück des Yukos-Konzerns, die Ölfördertochter Yuganskneftegas, zwangsversteigern. E.ON-Chef Bernotat zeigte sich in der FTD interessiert, will das Thema jedoch mit äußerster Vorsicht angehen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Der Energiekonzern E.ON hat offenbar Interesse an den Gasaktivitäten des von Zerschlagung bedrohten russischen Ölkonzerns Yukos. "Falls sie auf den Markt kämen, könnten wir sie uns anschauen", sagte E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe). Allerdings werde das Thema Yukos mit äußerster Vorsicht angegangen, da alles in diesem Zusammenhang erheblichen rechtlichen Risiken unterworfen sei.

Die russische Regierung wolle im Dezember das Kernstück des Yukos-Konzerns, die Ölfördertochter Yuganskneftegas, zwangsversteigern, hieß es weiter. Damit sollten laut offiziellen Angaben Steuerschulden des Konzerns von 20 Milliarden US-Dollar (fast 15,2 Milliarden Euro) beglichen werden. An dem Ölgeschäft sei E.ON laut Bernotat jedoch nicht interessiert.

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