Vorbildlich

E.ON Bayern verleiht Innovationspreis an bayerische Kommunen

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Bayerischen Landtag in München hat der Energiedienstleister E.ON Bayern erstmals den Innovationspreis für zukunftsorientiertes Bauen verliehen. Damit werden nach Angaben des Unternehmens Kommunen ausgezeichnet, die umweltschonendes Bauen verwirklicht und damit ökologisches Denken in die Tat umgesetzt haben.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

"Zum Start unseres Unternehmens vor nunmehr knapp zwei Jahren haben wir den Innovationswettbewerb ins Leben gerufen", erläuterte Dr. Peter Deml, Vorstandsvorsitzender der E.ON Bayern AG. Der mit 400 000 Euro dotierte Wettbewerb hätte ein reges Interesse hervorgerufen. Eine Fachjury mit externen Experten habe die schwierige Aufgabe gehabt, aus allen Zusendungen fünf Gewinner zu benennen. Jeweils Preise in Höhe von 100 000 Euro erhalten die niederbayerische Stadt Vilshofen, die Gemeinde Furth bei Landshut sowie die unterfränkische Stadt Arnstein. 60.000 Euro gehen an die Stadt Königsberg, 40 000 Euro an die Gemeinde Oerlenbach, ebenfalls beide aus Unterfranken.

Die Begründungen der Jury: Die Stadt Vilshofen hat sich mit einer Bauleitplanung für ein neues Baugebiet beworben. Bereits die Entwicklung des Baugebietes im Rahmen der vorbereitenden Bauleitplanung verfolgt die Grundsätze integrierten Wachstums: Wege- und Grünvernetzung zur Altstadt, optimale Präsenz kultureller Zeichen, überwiegende Südhanglage, Nahversorgung und Kindergarten im Gebiet, Anteil der öffentlichen Flächen 50 Prozent. Die Gemeinde Furth hat sich mit der ökologischen Bauleitplanung der Ortsmitte Furth beworben. Besonders beispielhaft ist die Wiederentdeckung der ländlichen Zentralität. Die Stadt Arnstein in Unterfranken hat sich mit dem Projekt energetische Stadterneuerung im Stadtteil Binsfeld an dem Innovationswettbewerb beteiligt. Bei dem Konzept geht es um die Realisierung von Altstadtsanierung und zukunftsfähiges Bauen im Altort. Die Stadt Königsberg in Unterfranken reichte ihren ökologischen Bebauungsplan "Altershausen – An der Röthen" als Bewerbung ein. In den Bebauungsplan wurden verschiedene ökologische Handlungsfelder (z.B. Energie, Baustoffe, Wasser) integriert. Die Gemeinde Oerlenbach in Unterfranken reichte ihr ökologisches Baugebiet "Ebenhausen – Am Bahnhof" ein. Ökologische Maßnahmenbereiche: Baubiologisch unbedenkliche Baustoffe, zusätzliche Energieaspekte, die über die Vorgaben der Energieeinsparverordnung hinausgehen, ökologische Maßnahmen auf dem Grundstück (über die Vorgaben des Bebauungsplans hinaus).

Die Preisverleihung fand im Beisein des bayerischen Innenministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten, Dr. Günther Beckstein, statt. Nach den Worten des Staatsministers habe das Engagement des Energiedienstleisters in vielerlei Hinsicht Gutes: "Der Wettbewerb bietet den Kommunen ein Forum für deren ökologisches Engagement und wirbt für örtliches umweltorientiertes Handeln."

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