Dotiert mit 250 000 Euro

E.ON Bayern vergibt erstmals Umweltpreis

Der Energieversorger E.ON Bayern hat gestern erstmals seinen mit 250 000 Euro dotierten Umweltpreis verliehen. Prämiert wurden innovative Umweltideen, bewerben konnten sich kommunale Einrichtungen, Vereine oder Bürgerinitiativen. Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an den Markt Schöllkrippen in Unterfranken.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Deutschen Museum in München hat die E.ON Bayern AG erstmals ihren Umweltpreis verliehen. Der E.ON Bayern-Umweltpreis ist mit insgesamt 250 000 Euro dotiert und wird künftig jährlich verliehen. Schirmherr ist der bayerische Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Werner Schnappauf.

Prämiert werden innovative Umweltideen, vom Energiesparen über die Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zur Gewässerrenaturierung. Der Preis soll eine deutliche Schubkraft für den kooperativen Umweltschutz bringen und Engagement und Selbstverantwortung stärken, erläuterte der Schirmherr. "Mit dem Umweltpreis wollen wir ein Ausrufezeichen für aktives Engagement setzen", ergänzte der Vorstandsvorsitzende der E.ON Bayern AG, Dr. Peter Deml. Der Preis richte sich an Kommunen, kommunale Einrichtungen, Vereine, Kirchen und Bürgerinitiativen. Insgesamt waren über 200 Bewerbungen aus allen Regionen Bayerns eingegangen. Eine Fachjury habe über die Vergabe der einzelnen Preise entschieden.

Mit dem Hauptpreis in Höhe von 50 000 Euro wurde der Markt Schöllkrippen in Unterfranken für den Umbau eines Freibades in ein Naturerlebnisbad ausgezeichnet. Ökologische Verfahren zur Wasserreinigung vermeiden den Einsatz von Chemikalien. Ein geschlossener Wasserkreislauf mit mehreren Regenerationsteichen und die Nutzung örtlicher Quellen sorgen zudem für einen geringen Wasserverbrauch.

Zehn weitere Preise in Höhe von je 20.000 Euro erhielten die Katholische Kirchengemeinde Gräfendorf (Unterfranken), die Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig e.V.(Oberfranken), der Geo-Park Hirschau-Schnaittenbach (Oberpfalz), der Markt Lauterhofen (Oberpfalz), der Bayerische Trachtenverband e.V., die Gemeinde Spiegelau (Niederbayern), der Markt Wegscheid (Niederbayern), die Stadt Osterhofen (Niederbayern), die Stadt Traunstein (Oberbayern) und das Studienzentrum Josefstal e.V. in Schliersee.

Ab Herbst dieses Jahres können Bewerbungen für den E.ON Bayern-Umweltpreis 2006 eingereicht werden.

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