Innovativ

E.ON Bayern: Reparaturen am Stromnetz ohne Abschalten der Spannung

Mittels einer neuen Technologie führt der Regionalversorger E.ON Bayern künftig Netzarbeiten bei voller Spannung durch. Ein eigens für diese Einsätze konstruiertes Fahrzeug mit Hebebühne, isolierende Materialien, isolierende Schutzkleidung und nicht zuletzt ein speziell ausgebildetes Team ermöglichen so neue Maßstäbe bei Netzwartung und -reparatur.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Als das bundesweit erste Unternehmen führt der Energiedienstleister E.ON Bayern Arbeiten am 20 000 Volt-Netz unter Aufrechterhaltung der Spannung aus. "Im regen Wettbewerb des liberalisierten Energiemarkts sind wir damit einen Schritt voraus. Der Einsatz dieser Technik bietet beachtliche Vorteile für Kunden und Unternehmen", begründet der technische Vorstand der E.ON Bayern AG, Peter-Michael Schabert, die Vorgehensweise. Zudem würden mit dieser Technik Wartungs- und Reparaturkosten gesenkt, das Einsparpotential beträgt bis zu 30 Prozent.

Um unter Spannung arbeiten zu können, bedarf es modernster Technologie. Ein eigens für diese Einsätze konstruiertes Fahrzeug mit Hebebühne, isolierende Materialien, isolierende Schutzkleidung und nicht zuletzt ein speziell ausgebildetes Team ermöglichen die neuen Maßstäbe bei der Netzwartung und -reparatur.

Das 20 000 Volt-Netz von E.ON Bayern hat nach Angaben des Unternehmens eine Länge von insgesamt 40 000 Kilometern, 25 000 Kilometer davon sind Freileitungen. An diesen Freileitungen werden die Arbeiten unter Spannung durchgeführt. Mögliche Arbeiten sind der Austausch von Isolatoren, die Behebung von Seilschäden oder auch das Anbringen von Vogelschutzstangen. Fast die Hälfte dieser Arbeiten war bisher mit Kundenabschaltungen verbunden. Insgesamt gibt es für E.ON Bayern einen Bedarf von rund 2000 Einsätzen pro Jahr. Mit einem Fahrzeug können bis zu tausend Einsätze jährlich bewerkstelligt werden.

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