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E.ON-Aufsichtsrat befasst sich mit Netzverkauf

Der Aufsichtsrat des Energiekonzerns E.ON wird heute mit dem Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes befassen. Eine außerordentliche Sitzung des Kontrollgremiums sei zu diesem Thema anberaumt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Freitag aus Aufsichtsratskreisen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Die Sitzung des Aufsichtsrats sei für Montagnachmittag terminiert, sagte eine der mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Es werde erwartet, dass das Gremium dabei über den kurzfristigen Verkauf des Stromnetzes informiert werde. Ein Sprecher der Düsseldorfer E.ON AG wollte die Informationen nicht kommentieren.

Der DAX-Konzern hatte im vergangenen Jahr mit der Europäischen Kommission vereinbart, im Gegenzug für die Einstellung von Kartellverfahren das deutsche Netz bis Oktober 2010 zu verkaufen. Zuletzt hatte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Johannes Teyssen gesagt, dass der offizielle Verkaufsprozess noch nicht gestartet worden sei. Dies ist allerdings keine notwendige Bedingung für eine Veräußerung.

Am Freitag hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass sich der niederländische Netzbetreiber TenneT den Zuschlag für eine Milliarde Euro gesichert haben soll. Die Veräußerung solle am kommenden Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen verkündet werden. Auch zu dem Zeitungsbericht wollte der E.ON-Sprecher keine Stellung nehmen.

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