Zwischenlager-Diskussion

E.ON: Antrag auf Atommüllzwischenlager geändert

Die E.ON Kernkraft GmbH hat ihren Zwischenlagerantrag für Grohnde geändert. Darin wird beispielsweise die Lagerzeit von 60 auf 40 Jahre verkürzt. Des weiteren soll die Anzahl der Stellplätze für Atommüllbehälter verringert werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach einer dreitägigen Anhörung in Hameln am vergangenen Wochenende hat die E.ON-Tochter E.ON Kernkraft GmbH (Hannover) ihren Antrag auf ein Zwischenlager am Atomkraftwerk in Grohnde geändert. Statt der zuvor geplanten 60 Jahre beantragt E.ON jetzt nur noch 40 Jahre für die Zwischenlagerung, gab das Bundesamt für Strahlenschutz am Ende der Anhörung bekannt.

Dem Bundesumweltministerium zufolge soll bis spätestens 2030 ein Endlager zur Verfügung stehen, ab 2005 soll nach einem geeigneten Platz dafür gesucht werden. Dafür ist beispielsweise der Salzstock Gorleben im Gespräch. Bis dahin will E.ON jeweils höchstens 100 Atommüllbehälter in einer Stahlbetonhalle bei Grohnde lagern. Bis Ende nächsten Jahres will das Bundesamt über den Antrag entschieden haben.

Nach Meinung von Umweltschutzorganisationen und Bürgerinitiativen sind die Zwischenlager nicht ohne Risiko für Anwohner und Umwelt. Die Aktivisten von Robin Wood kritisierten u.a., dass die Hallen bei Flugzeugabstürzen oder Explosionen nicht dick genug seien. Insgesamt gab es 9633 Einwende gegen die Errichtung des Zwischenlagers.

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