Was für wen?

E-Book-Reader muss nicht teuer sein

E-Book-Reader sehen auf der ersten Blick ziemlich gleich aus. Doch zwischen den verschiedenen Modellen gibt es große Unterschiede bei Funktionsumfang und Preisen. Für Gelegenheitsleser muss es nicht immer das teuerste Modell sein.

Tablet Computer© contrastwerkstatt / Fotolia.com

Hannover (dpa/tmn/red) - Einige Funktionen von E-Book-Readern sind für Gelegenheitsnutzer verzichtbar. So braucht man für die gelegentliche Lektüre von digitalen Büchern nicht das Spitzenmodell mit HD-Bildschirm und Wasserschutz für mehr als 150 Euro. Laut einem Bericht der Zeitschrift "c't", die acht aktuelle Geräte getestet hat, sind Gelegenheitsnutzer nämlich schon mit einem günstigen E-Reader wie etwa Amazons Kindle für rund 60 Euro gut bedient. Auch für diesen Preis erhalten Verbraucher bereits leistungsstarke Geräte mit langer Laufzeit und einem angenehm abzulesenden Bildschirm.

Geeignete E-Reader für Vielleser dürfen mehr kosten

Wer häufiger lesen will, sollte mehr Geld in die Hand nehmen, raten die Experten. Modelle wie Amazons Kindle Paperwhite und das deutsche Modell Tolino 2 böten mit besseren Displays und Hintergrundbeleuchtung für rund 130 Euro ein gutes Gesamtpaket, wobei der Tolino 2 durch die größere Auswahl an E-Book-Shops leicht im Vorteil sei. Mit Preisen von rund 180 Euro sind die Spitzenmodelle wie etwa der Kindle Voyage oder Kobo Aura H2O nach Ansicht der Tester vor allem etwas für Vielleser. Im Vergleich zu den kleineren Modellen bringen sie hochauflösende Displays, Wasserschutz (Kobo) und bessere Textanzeige mit. Allen E-Book-Readern gemein ist die lange Akkulaufzeit durch die mit elektronischer Tinte betriebenen und daher sparsamen Displays.

Wichtig vor der Kaufentscheidung

Worauf Käufer eines E-Book-Readers achten müssen: Mit jedem Gerät legt man sich mehr oder weniger auf einen bestimmten digitalen Buchhändler fest. Mit Amazons Kindle-Modellen lassen sich beispielsweise nur E-Books des Onlineriesen kaufen. Wer sich etwa für einen Tolino entscheidet, erhält zunächst nur Bücher des Händlers, bei dem das Gerät gekauft wurde. Über den Dienst Tolino Cloud der Telekom lassen sich laut "c't" aber auch E-Books anderer Tolino-Partner auf das Tablet laden. Mit geeigneter Software wie dem Programm Calibre lassen sich allerdings die verschiedenen E-Book-Formate auch konvertieren - sofern sie nicht über einen eingebauten Kopierschutz verfügen.

Quelle: DPA

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