Abkommen

Durchbruch bei Nabucco-Pipeline

Der Weg für die Gaspipeline Nabucco ist offenbar frei. Wie "Die Welt" aus dem Umfeld der Verhandlungen erfahren haben will, soll das Zwischenregierungsabkommen bereits am Montag unterzeichnet werden. Mit ihm werden alle Planungshürden für den Bau der 3000 Kilometer langen Versorgungsleitung von Zentralasien bis nach Mitteleuropa beseitigt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Offiziell wollte der Zeitung niemand die Einigung bestätigen. Ein Sprecher der Nabucco-Pipeline sagte dem Blatt lediglich, alle strittigen Punkte seien gelöst worden. Wie die Zeitung weiter berichtet, hatte sich die Türkei bis zuletzt gegen die Unterzeichung des Abkommens gesträubt.

An dem in Wien ansässigen Industriekonsortium Nabucco sind unter anderem der österreichische Versorger OMV und der Essener Energiekonzern RWE beteiligt. Die Nabucco-Pipeline gilt als eine der wichtigsten, strategischen Gasversorgungsleitungen der EU. Die Bauentscheidung über Nabucco soll im kommenden Jahr fallen, wenn alle Baugenehmigungen vorhaben sind und der Gasabsatz gesichert ist. Der Bau selbst soll 2011 beginnen. Die Pipeline beginnt in der Türkei und endet im österreichischen Baumgarten.

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