Für 2004

Durch EEG: Pro Haushalt zehn Euro mehr

Für das kommende Jahr rechnet die Bundesregierung mit Mehrkosten in Höhe von zehn Euro pro Haushalt durch das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG). Bei den Berechnungen wurden bereits die geplanten Änderungen berücksichtigt. Das Gesamtvolumen der Vergütungszahlen und ihre Auswirkungen auf den Strompreis könnte noch nicht beziffert werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) belastet einen Durchschnittshaushalt, der jährlich 3000 Kilowattstunden Strom verbraucht, im kommenden Jahr mit Mehrkosten in Höhe von knapp zehn Euro. Bei den Berechnungen zu ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 15/1851) auf eine "Kleine Anfrage" von CDU/CSU (Bundestagsdrucksache 15/1542) bezog die Regierung bereits den Referentenentwurf des Umweltministeriums für eine Novelle des EEG ein. Derzeit befindet sich der Referentenentwurf in der Ressortabstimmung.

Laut Antwort sind für das Jahr 2010 Mehrkosten in Höhe von 13,20 Euro zu erwarten. Das Gesamtvolumen der zukünftigen Vergütungszahlen nach der EEG-Novelle und ihre Auswirkungen auf den Strompreis könnten derzeit aber noch nicht beziffert werden. Weiter erklärt die Regierung, die Höhe der Vermeidungskosten des Ausstoßes von Kohlendioxid sei ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Ausrichtung und Ausgestaltung der Umwelt, Klima- und Energiepolitik. Mit der Novelle will die Regierung nach eigenen Angaben den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in der Bundesrepublik bis zum Jahre 2010 auf 12,5 Prozent verdoppeln.

Ziel sei es, erneuerbare Energien mittel- bis langfristig wettbewerbsfähig zu machen, damit sie sich dann ohne finanzielle Förderung im Markt behaupten können. Die spezifischen Kohlendioxid-Vermeidungskosten würden in diesem Fall entsprechend sinken. Es gehe darum, durch geeignete Rahmenbedingungen auch für die Zukunft einem ausgewogenen Energiemix für eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung den Weg zu bereiten.

Weiter heißt es, die Regierung werde für die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls einen Minderungsbetrag für den Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zum Basisjahr 1990 um 40 Prozent anstreben. Dies gelte für den Fall, dass die EU sich bereit erklärt, im Rahmen der internationalen Klimaschutzverhandlungen den Wert bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um 30 Prozent zu reduzieren. Momentan liege Deutschland mit den bislang erzielten Kohlendioxid-Minderungen weltweit an der Spitze.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Auspuff

    Großbritannien kündigt Aus für Diesel-Autos an

    In Großbritannien sollen ab 2040 keine Diesel- und Benzinfahrzeuge verkauft und ab 2050 auch nicht mehr gefahren werden. Das kündigte Umweltminister Michael Gove an.

  • Ökostrom

    Studie: Bis 2030 ist in allen G20-Ländern Ökostrom am günstigsten

    Einer Studie zufolge kommt der günstigste Strom 2030 in sämtlichen G20-Ländern aus Windparks oder Solaranlagen. Bereit 2015 war demnach die Windenergie die günstigste Energiequelle in vielen Ländern Europas, in Südamerika, China und Australien.

  • Energieversorung

    VIK-Rundumschlag: Energieintensive Unternehmen werden zu stark belastet

    Mit der Perspektive zunehmender Energiekosten gehen die deutschen Unternehmen in Deutschland in das Jahr 2004. Anlässlich der diesjährigen Jahres-Pressekonferenz des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) unterstrich der VIK-Vorsitzende Horst R. Wolf die zunehmend schwierigere Wettbewerbssituation der in Deutschland ansässigen Unternehmen.

  • Strompreise

    vzbv und des Bundes der Energieverbraucher: Liberalisierung unbefriedigend

    Die neusten Entwicklungen auf dem Energiemarkt haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bund der Energieverbraucher zum Anlass genommen, sich erneut zur Regulierung des Strom- und Gasmarktes zu äußern. Sie stellten klar, dass die bisherige Liberalisierung über Verbändevereinbarungen die Haushaltskunden nicht im erforderlichen Maß erreicht hat.

  • Stromnetz Ausbau

    Ab 2004 fließt hertenstrom nach Recklinghausen

    Der Strom für Rathaus, Schulen, Sporthallen oder Ampelanlagen in Recklinghausen kommt künftig von den Hertener Stadtwerken. Der lokale Energieversorger beteiligte sich an der offiziellen Ausschreibung der Stadt Recklinghausen und erhielt den zunächst auf ein Jahr begrenzten Zuschlag. Insgesamt umfasst die Liefermenge etwa neun Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

Top