Hart bleiben

DUH: Mehr Wettbewerb im Gasmarkt nötig

Die Deutsche Umwelthilfe ist überzeugt davon, dass mehr Wettbewerb die wichtigste Voraussetzung für Investitionen in Gaskraftwerke ist. Als Hauptursache für den mangelnden Wettbewerb hat sie die langfristigen Lieferverträge ausgemacht und fordert das Kartellamt daher auf, in dieser Sache hart zu bleiben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Neubau hocheffizienter und damit klimaschonender Gas- und Dampfkraftwerke kommt nur in Gang, wenn der Brennstoff Erdgas zu akzeptablen Preisen geordert werden kann. Darauf hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hingewiesen und den Chef des Bundeskartellamtes Ulf Böge aufgefordert, im aktuellen Streit um die Öffnung des Gasmarktes gegenüber den Ferngasunternehmen hart zu bleiben.

"Inländische wie ausländische Energieversorger erwägen derzeit den Bau von klimaschonenden Gas- und Dampfkraftwerken. Die galoppierenden Gaspreise drohen, den Investoren einen Strich durch die Rechnung zu machen", warnte Stefan Bundscherer, DUH- Klimaschutzexperte. Milliardenschwere Investitionen würden dann erneut in Richtung Kohlekraftwerke umgelenkt. "Ohne zusätzliche Gaskraftwerke werden die deutschen Klimaschutzziele verfehlt."

Laut DUH ist mehr Markt die wichtigste Voraussetzung für Investitionen in die umweltschonenderen Gaskraftwerke. Als Hauptursache für den mangelnden Wettbewerb der Gasversorger sieht die DUH die langfristigen Lieferverträge, die potenzielle neue Wettbewerber bis zu 15 Jahren vom Markt ausschließen, sowie das noch immer bestehende Kartell der Gasnetzbetreiber. Dieses Kartell mache Gaslieferungen durch seine Netze für konkurrierende Anbieter durch überhöhte Durchleitungspreise vielerorts praktisch unmöglich. Deshalb fordert die DUH die Bundesnetzagentur nachdrücklich auf, ein "bundesweites Entry-Exit-Modell" durchzusetzen.

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