Geänderte Rahmenbedingungen

Düsseldorf prüft Alternativen zu Steinkohlekraftwerk

Die Stadtwerke Düsseldorf prüfen Alternativen zum geplanten Kraftwerksprojekt am Standort Lausward, gleichzeitig würden Möglichkeiten für eine ökologische Optimierung des aktuellen Projektes geprüft. Das Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung ruht daher zurzeit, wie das Unternehmen mitteilt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (sm) - Mit der Prüfung der Alternativen trage man, so die Stadtwerke Düsseldorf, den Bedenken der Düsseldorfer Lokalpolitik in Bezug auf das Kraftwerksprojekt Rechnung. Darüber hinaus machten die geänderten Rahmenbedingungen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise eine erneute Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Projektes und alternativer Anlagenkonzepte notwendig, hieß es.

Bis zum Jahr 2000 verfügten die Stadtwerke Düsseldorf über eine Kraftwerksleistung von 930 MW, derzeit sind es noch 520 MW. Mit der altersbedingten Stilllegung des größten der drei Steinkohleblöcke würde die Kraftwerksleitung mittelfristig auf rund 100 MW sinken, zu wenig für die Fernwärmeversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplung. Diese müsste dann über zusätzliche Heizkessel sichergestellt werden, was neben einer schlechteren Umweltbilanz die Endkundenpreise deutlich verteuern würde.

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