Teurer

DSA: Preisanpassung nach Übergangszeit

Kunden, die von abos oder dem Zweitausend Stromvertrieb übernommen worden oder über astromo vermittelt wurden, müssen ab 1. August den regulären DSA-Tarif zahlen. Wer dazu nicht bereit ist, kann ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Für die Kunden der insolventen Newcomer abos Energie AG und Zweitausend Stromvertrieb bot die Hamburger DSA Deutsche Strom AG im März dieses Jahres eine Rettungsinsel - wenn auch nur übergangsweise. Um sich schnellstmöglich aus der Notstromversorgung der Regionalversorger zu befreien, konnten ehemalige ZS- oder abos-Kunden zur DSA wechseln. Diese sicherte ihnen die befristete Beibehaltung der Konditionen zu. Wie das strom magazin schon damals erkannte, konnte dies jedoch lediglich eine Übergangsregelung sein. Denn der reguläre DSA-Tarif ist um einiges höher als der Zweitausend-Strompreis. Dass die DSA nach einigen Monaten die Preise anpassen würde, war demnach vorauszusehen. Wie auch die Geschichte der Zweitausend Stromvertrieb AG zeigt, ist ein solch günstiger Strompreis bei der jetzigen Marktlage undenkbar.

Was durchaus legitim ist - immerhin hat die DSA den günstigen Strompreis etwa fünf Monate lang beibehalten - bedeutet für die Kunden jedoch erneuten Ärger. Aber: Eine Preiserhöhung berechtigt dazu, den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Mit dem sogenannten Sonderkündigungsrecht können sich Kunden, die mit der Preisanpassung nicht einverstanden sind, einen neuen Stromanbieter suchen. Im Tarifrechner des strom magazins können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welcher Anbieter derzeit der günstigste ist. Bevor Sie jedoch bei der DSA kündigen, sollten Sie sich erkundigen, wie schnell Ihr neuer Anbieter liefern kann. Am besten ist es, wenn dieser für Sie kündigt. Weisen Sie ihn jedoch in jedem Fall auf das Sonderkündigungsrecht hin, denn dies ist zeitlich befristet und sollte auf jeden Fall in den nächsten vier Wochen ausgeübt werden.

Auch den Kunden von astromo, die von der DSA beliefert werden, wird in den nächsten Tagen eine Preisanpassung ins Haus flattern. Hier galt der Vertrag sogar ein Jahr und die DSA erhöht auch hier die Preise auf den regulären Tarif (26,8 Pfennig pro Kilowattstunde in den Alten Bundesländern, 28,3 Pfennig pro Kilowattstunde in den Neuen Bundesländern plus DM monatliche Grundgebühr).

Bitte beachten: Derzeit ist ares der günstigste Anbieter in unserem Rechner. Auch Kunden von ares haben sich in der vergangenen Tagen wegen saftiger Preiserhöhungen an das strom magazin gewandt. Eine Stellungnahme von ares dazu liegt jedoch noch nicht vor. Deshalb erkundigen Sie sich nach den genauen Stromkosten in Ihrem Netzbereich.

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