Klärung in Sicht?

DSA kämpft weiter gegen überhöhte Netznutzungsentgelte

Der Stromanbieter DSA hat eigenen Angaben zufolge einstweilige Verfügungen gegen die Netzbetreiber HEW, e.dis, ESAG und PESAG erwirkt. Daraus sei die Möglichkeit entstanden, die Netznutzungsentgelte zu kürzen. Das bedeutet möglicherweise Ärger für die Kunden, denn die Regionalversorger fackeln bei ausstehenden Zahlungen nicht lange, was Bewag und RWE derzeit beweisen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

In die Diskussion um überhöhte Netznutzungsentgelte kommt Bewegung: Der Hamburger Stromanbieter DSA Deutsche Strom AG hat gegen einige Netzbetreiber in Deutschland, darunter HEW (Hamburg), e.dis (Fürstenwalde), ESAG (Leipzig) und PESAG (Paderborn) einstweilige Verfügungen erwirkt. Nach DSA-Angaben ergibt sich daraus die Möglichkeit für die DSA, die Entgelte für die Nutzung der Netze entsprechend zu kürzen. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, haben andere Netzbetreiber einer außergerichtlichen Einigung zugestimmt, so dass in Einzelfällen eine Reduktion um bis zu 30 Prozent vereinbart werden konnte.

Für die Kunden der Hamburger DSA wäre eine schnelle Klärung der Sachlage wünschenswert. Derzeit gibt es in den Netzgebieten von Bewag und RWE Ärger um nicht gezahlte Netznutzungsentgelte. Die Folge davon: Die ehemaligen DSA-Kunden fallen zurück an die Regionalversorger und müssen häufig den teuren "Allgemeinen Tarif" zahlen.

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