Volldampf

Dow und EnBW setzen auf Energie-Partnerschaft

Das Chemieunternehmen Dow wird künftig aus einer von der EnBW errichteten Dampferzeugungsanlage auf dem eigenen Firmengelände mit Prozessdampf versorgt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

"Volldampf voraus mit gekauftem Dampf" – unter diesem Motto steht die Partnerschaft zwischen dem Werk Rheinmünster des Chemieunternehmens Dow Deutschland und dem Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Die EnBW versorgt Dow künftig mit Prozessdampf für die Chemieproduktion und nutzt als Brennstoff einen Teil der anfallenden Reststoffe. Die dazu neu errichtete Dampferzeugungsanlage steht auf dem Firmengelände, gehört jedoch der EnBW und wird von ihr betrieben. Das Grundstück hat Dow der EnBW für die Dauer der Zusammenarbeit kostenlos überlassen. Ein Team der Dow betreibt die drei Kessel der Anlage als Serviceleistung.

Die offizielle Einweihung des insgesamt 14 Millionen DM teuren Projekts fand am vergangenen Freitag statt. Die Kessel der Anlage laufen schon seit Anfang des Jahres, im Frühjahr ist auch die Reststoffverbrennung erfolgreich in Betrieb gegangen. In den drei modernen Dampfkesseln, die je 25 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen, können neben Erdgas und Heizöl bei Bedarf bis zu fünf Zusatzbrennstoffe eingesetzt werden. Mit der Anlage verfügt Dow auch langfristig über eine dem neuesten Stand der Technik entsprechende Dampfversorgung in punkto Sicherheit, Umweltschutz, Energiebedarf und Wirtschaftlichkeit. Die umweltfreundliche Konzeption, zu der auch die Reststoffverwertung gehört, fügt sich in das Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001 ein, das Dow im Werk Rheinmünster schon 1997 eingeführt hat.

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