Umweltamt

Dong zu Nachbesserungen für Kraftwerk Lubmin aufgefordert

Zehn Wochen nach Abschluss des öffentlichen Anhörungsverfahrens zum Bau des umstrittenen Steinkohlekraftwerks in Lubmin hat die Genehmigungsbehörde den dänischen Investor Dong Energy zu Nachbesserungen aufgefordert. Unter anderem sollen konkrete Auswirkungen auf marine Lebensräume und Küstenabschnitte genannt werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Stralsund/Lubmin (ddp-nrd/sm) - Dem potenziellen Betreiber sei ein umfassender Katalog von Fragen zu wasser-, naturschutz- und immissionsschutzrechtlichen Belangen zugesandt worden, teilte das zuständige Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Stralsund am Mittwoch mit.

Unter anderem wurde Dong aufgefordert, konkrete Auswirkungen auf marine Lebensräume und Küstenabschnitte sowie Angaben zur Einleitung giftiger Substanzen wie Quecksilber und zur möglichen Vermehrung von gefährlichen Blaualgen im Greifswalder Bodden zu benennen. Eine Frist zur Abarbeitung des Nachforderungskatalogs wurde nicht gestellt.

Der Investor habe es nun selbst in der Hand, wie schnell das Verfahren fortgesetzt werden könne, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Auf Grundlage der bisher vorliegenden Antragsunterlagen sei eine abschließende Bewertung nicht möglich. Zugleich begrüßte der Minister die mittlerweile von Dong Energy vorgestellten technologischen Lösungen zur Halbierung von bislang prognostizierten Schadstoffwerten. Positiv wertete er auch die Initiative des Unternehmens, sich um die Ausrichtung eines von der EU geförderten Pilotprojektes zur Abscheidung von Kohlendioxid zu bewerben.

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