Einwände

Dokumente zur Stilllegung des Endlagers Morsleben ausgelegt

Auf dem Weg zur geplanten Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben werden ab heute die Unterlagen öffentlich ausgelegt. Bürger können diese einsehen und Einwände äußern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Morsleben (ddp-lsa/red) - Nach Angaben des Umweltministeriums sind die Dokumente bis 21. Dezember im Ministerium in Magdeburg, in der Außenstelle der Verwaltungsgemeinschaft Flechtingen in Erxleben und im Rathaus Helmstedt in Niedersachsen einzusehen. Während dieser Zeit könnten Einwände geäußert werden.

Um eine dauerhafte Sicherheit nach der Stilllegung zu gewährleisten, sollen nach den Plänen des Bundesamts für Strahlenschutz die eingelagerten Abfälle abgedichtet werden. Dazu würden Hohlräume verfüllt, unterirdische sogenannte Strecken und die Schächte in Bartensleben und Marie mit geotechnischen Barrieren verschlossen.

Im Endlager Morsleben lagern derzeit etwa 37.000 Kubikmeter niedrig- und mittelradioaktive Abfälle, die unter anderem aus dem Betrieb von Kernkraftwerken, Forschungsreaktoren und aus der Medizin stammen.

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