Bürgerbefragung durchsetzen

Dörpen: Gegner von Kohlekraftwerk werben um Unterstützung

Die Gegner des umstrittenen geplanten Kohlekraftwerks im emsländischen Dörpen wollen künftig verstärkt auch außerhalb der Region um Unterstützung werben. Mit der Kampagne "Fragt uns!" wolle man auf die Probleme aufmerksam machen, um eine Bürgerbefragung durchzusetzen, sagte Bernd Lorenz von der Bürgerinitiative "Saubere Energie".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Dörpen (ddp-nrd/red) - Geplant sei eine Plakat- und Stellwandaktion. Über die Aktion "Deutschland schreibt Dörpen" sollen bundesweit Solidaritätsadressen über das Internet gesammelt werden. Mit den Unterschriften von mehr als 2000 Dörpener Bürgern seien die formellen und rechtlichen Voraussetzungen für eine Bürgerbefragung gegeben, sagte Lorenz. Die Forderung nach einer Bürgerbefragung war bislang an der Haltung der CDU-Fraktion im Gemeinderat gescheitert.

"Wir fordern den Bürgermeister und die Ratsmitglieder auf, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden", sagte Lorenz. Als "geradezu unverantwortlich" bezeichnete es Maria Feige-Osmers von der Umweltschutzorganisation BUND Emsland, angesichts des Wissens um die ökologischen Probleme eines Kohlekraftwerks auf eine solche "Dinosaurier-Technologie" zu setzen.

Der Energieversorger EnBW plant zusammen mit der Schweizer BKW FMB Energie AG (BKW) den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Dörpen.

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