Rohstoffquellen

DIW-Experten für Wasserstoff als alternativen Energieträger

Biokraftstoffe und Erdgas sind zwar umweltfreundliche Alternativen für konventionellen Kraftstoff, dauerhaft werden sie aber den steigenden Bedarf nicht decken können. Eine langfristige Lösung stelle die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger dar, schreibt das DIW in seinem aktuellen Wochenbericht.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der steigende Bedarf an umweltfreundlichen Alternativen für konventionellen Kraftstoff kann nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) durch Biokraftstoffe und Erdgas auf Dauer nicht gedeckt werden. Eine langfristige Lösung stelle die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger dar, schreiben die DIW-Experten in ihrem aktuellen Wochenbericht (5/2005).

Wasserstoff habe den Vorteil, fast Kohlendioxidneutral hergestellt werden zu können. Die Produktionsmöglichkeiten umfassten fossile, aber vor allem auch regenerative Rohstoffquellen. Dadurch erwachsen laut DIW nachhaltige Potenziale zur Minderung der Energieversorgungsrisiken sowie bei Emissionen von Treibhausgasen.

Technisch sei eine Nutzung von Wasserstoff bereits möglich. Die bisher entwickelten Verfahren zur Herstellung und Speicherung des Gases sind zur Zeit jedoch noch stark verbesserungsbedürftig und nicht reif für den Massenmarkt, schränken die DIW-Experten ein. Mit einer flächendeckenden Nutzung von Wasserstoff sei deshalb nicht vor 2020 zu rechnen. Kurz- und mittelfristig würden daher hauptsächlich Erdgas und Biokraftstoffe als Alternativen eine Rolle spielen.

Weiterführende Links
  • - Download des DIW-Wochenberichts 5/2005 hier -
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