Standpunkt

Diskussion um erneuerbare Energien: VIK unterstützt Clement

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) unterstützt Wirtschaftsminister Clement in der Forderung nach Kürzung der Förderungen für Windenergie. Durch die "wahllose Verteilung von wachsenden Milliardenbeträgen" würden energieintensive Unternehmen vor die Existenzfrage gestellt oder aus dem Land getrieben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der konsequente Einsatz von Bundeswirtschaftsminister Clement gegen die "überzogene und gesamtwirtschaftlich fragwürdige Förderung" erneuerbarer Energien findet die volle Unterstützung des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK). "Es ist wirtschaftlich nicht länger vertretbar, wachsende Milliardenbeträge an Subventionen mit der Gießkanne mehr oder weniger wahllos zu verteilen und damit insbesondere energieintensive Unternehmen entweder vor die Existenzfrage zu stellen oder sie aus dem Land zu treiben", stellte VIK-Chef Horst R. Wolf klar.

Schon lange fordert der VIK eine Deckelung der Gesamtsumme an Beihilfen für erneuerbare Energien. Als marktwirtschaftliche Alternative zum Gießkannenprinzip biete sich das in allen anderen Wirtschaftsbereichen bewährte Ausschreibungsverfahren für Beihilfen an Subventionsempfänger an. Diese wären dann gezwungen, "sich nach der Decke zu strecken" und die Investitionen, wie anderswo im Wettbewerb auch üblich, äußerst genau zu kalkulieren, zu planen und die Anlagen höchst effizient zu betreiben. Außerdem müsse angesichts des zunehmenden globalen Wettbewerbs die Belastung der stromverbrauchenden Wirtschaft durch eine Härtefallklausel begrenzt werden. Die Degression der Fördersätze müsse zudem erheblich stärker ausfallen als bisher vorgesehen.

Die erneuerbaren Energien müssen nach Ansicht des VIK-Vorsitzenden erheblich schneller wettbewerbsfähig werden als bisher prognostiziert, sonst seien sie nicht einmal im Ansatz ein ernsthafter und belastbarer Teil-Ersatz für konventionelle Energieträger. Nur mit Ausschreibungen käme es zu einem Wettbewerb der besten Anlagen um die besten Standorte, begleitet von einem starken technischen Fortschritt, der gewährleistet, dass mit geringeren finanziellen Mitteln als heute mehr Windstrom als zurzeit erzeugt werden könne.

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