Anstieg des Stromverbrauchs

Die "Weihnachtsgans-Spitze" steht wieder bevor

Dass am ersten Weihnachtsfeiertag in den Haushalten noch kräftig selbst gekocht wird, können die Stadtwerke jedes Jahr an der Stromlastkurve erkennen. Wie die Nürnberger N-ERGIE Aktiengesellschaft mitteilt, steigt in ihrem Netzgebiet an diesem Vormittag der Strombedarf um fast 30 Prozent.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Die Nürnberger Verbrauchschronik in Zahlen: Nach dem Frühstück um 9 Uhr liegt die Stromlast bei rund 700 Megawatt (MW). Ab 9 Uhr ist ein steiler Anstieg des Stromverbrauches zu verzeichnen. Im Winter liegt der Verbrauch der Haushalte wegen des kalten und trüben Wetters ohnehin recht hoch. Verglichen mit einem Werktag, an dem auch die Gewerbebetriebe am Stromnetz sind, ist die Belastung an Weihnachten aber dennoch gut abzufangen. Die Bratröhren werden auf etwa 180 bis 200 Grad vorgeheizt und die ersten Weihnachtsgänse in den Backofen geschoben. Die Stromlastkurve steigt kontinuierlich steil bis zirka 11.30 Uhr an, um die Weihnachtsgans vor dem Garende bei 225 Grad knusprig zu braten. Kurz vor 12 Uhr wird die "Weihnachtsgans-Spitze" mit über 900 MW erreicht. Zusätzlich werden während dieser Zeit noch die Kochplatten für die Beilagen des Weihnachtsschmauses eingeschaltet. Danach ist ein deutlicher Rückgang bei der Stromlast zu verzeichnen, da die Bratröhren ausgeschaltet und die köstlichen Weihnachtsgänse und –braten verzehrt werden. Um 13 Uhr fällt die Lastkurve auf rund 720 MW ab.

Ein Anstieg des Stromverbrauchs ist wieder gegen 16 Uhr zu verzeichnen, nachdem viele ihren Weihnachtsspaziergang hinter sich gebracht oder den Verwandtschaftsbesuch beendet haben. Am 2. Weihnachtsfeiertag liegt die Spitze nicht mehr so hoch, da offenbar viele einen Ausflug machen oder auswärts essen gehen.

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