Bericht

Die Strompreisbremse ist offenbar vom Tisch

Die von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) angestrebte Strompreisbremse ist offenbar vom Tisch. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag berichtete, sagte das Bundeskanzleramt ein für kommende Woche geplantes Treffen mit den Chefs der Länder-Staatskanzleien ab, ohne einen neuen Termin zu nennen.

Stromrechnung© Eisenhans / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Die Absage sei nach einer Vorbesprechung mit den Ländern Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen erfolgt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Länderkreise. Allerdings wären die möglichen Einsparungen ohnehin nur gering ausgefallen, wie Experten errechnet haben - etwa 35 Euro hätte ein Musterhaushalt von 4000 kWh im ganzen Jahr nur sparen können.

Strompreisbremse war ein Vorschlag von Altmaier

Altmaier hatte die Strompreisbremse Ende Januar vorgeschlagen, um die Verbraucher zu entlasten. Danach sollte die Umlage zur Förderung von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse 2014 auf dem Niveau dieses Jahres eingefroren werden. Ab 2015 sollte sie nur noch um maximal 2,5 Prozent pro Jahr steigen. Strittig war jedoch die Finanzierung der Strompreisbremse.

"Kleinere Reformen" sollten besprochen werden

Nach einem Energiegipfel im Kanzleramt im März war angekündigt worden, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) werde bis Mai mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder über kleinere Reformen bei der Ökostromförderung sprechen.

Mit dem Strom-Rechner die günstigsten Tarife entdecken

Wen es beim Blick auf die letzte Stromabrechnung angesichts der hohen Stromkosten gegraust hat, sollte einen Wechsel seines Stromanbieters in Erwägung ziehen. Wie ein schneller Vergleich mit dem Strom-Rechner zeigt, lassen sich allein durch einen Wechsel raus aus der Grundversorgung für Strom bereits bis zu mehreren Hundert Euro im Jahr sparen. Viele Verbraucher scheuen den Wechsel zu einem neuen Stromanbieter noch immer, doch ein paar Tipps helfen, mögliche Risiken zu vermeiden.

Der Strom-Rechner ermöglicht es seinen Nutzern, eventuelle Risikotarife mit Vorauskasse oder Kaution von der Suche auszuschließen. Außerdem lässt sich die Auswahl auf Stromtarife begrenzen, die ihren Kunden eine Preisgarantie über eine bestimmte Zeit einräumt. Dabei sind Preisgarantien nützlich, um Strompreiserhöhungen wenigstens in gewissem Umfang vorzubeugen.

Quelle: AFP

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromvergleich

    Strompreise steigen vielfach zum Jahreswechsel

    Die Strompreise steigen zum neuen Jahr bei vielen Versorgern. Dem Portal Verivox zufolge haben gut 250 Stromanbieter angekündigt, die Preise zu erhöhen. Niedrigere Preise sind dagegen nur bei wenigen Anbietern zu erwarten.

  • Gaspreiserhöhung

    Billiges Gas: Einige Bundesländer zahlen trotzdem drauf

    Gas ist sehr viel günstiger als noch vor zwei Jahren. Dennoch liegen in einem Bundesland die Gaspreise sogar über dem bundesweiten Durchschnittspreis von 2014. Was sind die Hintergründe?

  • Geld

    Flexstrom stellt Stromlieferung ein (Upd.)

    Der einst größte unabhängige Energieanbieter Deutschlands, das Berliner Unternehmen Flexstrom, ist pleite. Vergangenen Freitag hat Flexstrom für den Mutterkonzern und zwei Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet. Nun wurde vermeldet, dass auch die Lieferung von Strom eingestellt wurde - was jedoch nicht heißt, dass die Kunden jetzt im Dunkeln sitzen.

  • Atommüll

    Atommüll-Endlagersuche: Alles auf Anfang

    Ein halbes Jahrhundert nach Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerks gibt es jetzt einen parteiübergreifenden Minimalkonsens für die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Bund und Länder einigten sich am Dienstag in Berlin tatsächlich auf ein Standortsuchgesetz.

  • Kühlschrank

    Erneut Abwrackprämie für Kühlschränke gefordert

    Die Industrie fordert eine Abwrackprämie für alte Kühlschränke und Waschmaschinen. Denn 17 Prozent des gesamten Bestands an Haushaltsgeräten in Deutschland seien älter als 30 Jahre und steigerten den Energieverbrauch erheblich. Verbraucher könnten mit einem neuen Gerät teils dreistellige Euro-Beträge im Jahr sparen.

Top