Zukunftsweisend

Die neue NRW-Landesvertretung in Berlin erhält eine Brennstoffzelle

Nordrhein-Westfalen und RWE unterzeichnen Kooperationsvertrag und teilen sich die Kosten für das Pilotprojekt über 2,4 Millionen Mark.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die RWE Plus AG wird die neue Landesvertretung Nordrhein-Westfalens in der Bundeshauptstadt mit einer umweltfreundlichen Energieversorgung auf Basis der Brennstoffzellen-Technologie ausstatten. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten heute der Bauminister Nordrhein-Westfalens, Michael Vesper, und Manfred Remmel, Vorstandsvorsitzender der RWE Plus AG, in Berlin.

Das Projekt wird in zwei Schritten realisiert: Zunächst wird zur Gebäudeeröffnung im kommenden Jahr eine Mikrogasturbine installiert, sodann wird Ende des Jahres 2003 die Brennstoffzelle folgen. Beide Aggregate werden mit Erdgas in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Mit der Verwirklichung dieses Konzeptes wird der Hauptbedarf des Gebäudes bei Strom, Heizung, Klimatisierung und Warmwasserbereitung abgedeckt. Die Kosten für das Pilotprojekt in Höhe von 2,4 Millionen Mark teilen sich das Land NRW und die RWE Plus AG.

Anlässlich der Vorstellung des Projekts erklärte Michael Vesper, Minister für Stadtentwicklung und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen: "Wir wollen dazu beitragen, einer umweltschonenden, zukunftsweisenden Technologie zur Serienreife zu verhelfen." Deshalb werde beispielsweise die Einrichtung eines neuen Zentrums für Brennstoffzellentechnologie an der Universität Duisburg mit Landesgeldern unterstützt. In der Nachfolge von Kohle und Stahl fühle sich das Land Nordrhein-Westfalen der Energiewende besonders verpflichtet. Daher sei unter anderem im Mai mit vier großen Wohnungsunternehmen und dem neuen Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes ein Bündnis für Klimaschutz gebildet worden, dies mit dem Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen um zehn Prozent bis zum Jahr 2005 zu senken. Der derzeitige Ausstoß liegt bei 1,5 Millionen Tonnen.

Die Bedeutung dezentraler Stromerzeugung werde in den nächsten Jahren deutlich steigen, betonte Manfred Remmel: "Wir schätzen, dass der Anteil im Jahr 2015 bei 30 Prozent liegt. An dieser Entwicklung wird die Brennstoffzellen-Technologie maßgeblichen Anteil haben."

RWE engagiert sich in zahlreichen Projekten für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Technologie. Die kommerzielle Markteinführung der Brennstoffzellentechnologie ist nach aktuellen Analysen der RWE in Teilbereichen schon ab 2004 möglich. Mit wirtschaftlich belastbaren und wettbewerbsfähigen Brennstoffzellen-Produkten rechnet das Unternehmen etwa ab dem Jahr 2007.

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